"Liebesspiel" der Quallen in Wien

5. März 2009, 13:23
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Im Haus des Meeres wird derzeit der Generationsabschnitt Polypen vergrößert

Wien - Wie sich Quallen zumeist fortpflanzen, können interessierte BesucherInnen derzeit im Haus des Meeres in Wien nachvollziehen: Die wirbellosen Medusen geben ihre Ei- und Samenzellen ins Wasser ab. Aus den befruchteten Eizellen entstehen Larven, woraus sich wiederum Polypen - eine Art Vorstufe der Qualle - entwickeln. Das "Liebesspiel" und seine Konsequenzen können nun in einem speziellen Aquarium bestaunt werden.

Das Becken verfügt nämlich über eine Lupe, da die Polypen nur wenige Millimeter groß werden und somit mit freiem Auge kaum zu erkennen sind. Sie setzen sich am Boden fest und bestehen aus einem Stiel, einem Köpfchen und Fangarmen. Mit der Zeit schnürt der Polyp den Kopf mit seinen Fangarmen ab, wodurch er sich vom Stiel lösen und danach zur Qualle heranreifen kann.

Ungeschlechtliche Fortpflanzung

Laut Michael Mitic, Direktor des Haus des Meeres, können sich Polypen selbst jedoch auch vermehren. Dabei erfolge die Fortpflanzung ungeschlechtlich: "Aus einem einzigen Polyp können einige Tausende entstehen." Außerdem hätten einige Polypen auch mehrere Köpfe, sodass aus einem Lebewesen gleich eine Vielzahl von Quallen entstehen kann.

Die Idee, diese Show mit Wasserbewohnern für das Publikum einzurichten, sei nach vielen diesbezüglichen Fragen von BesucherInnen entstanden, so der Chef des Aqua Terra Zoos. Dass angesichts der enormen Fortpflanzungsrate bald Platznot im Aquarium herrschen könnte, stehe aber nicht zu befürchten: "Unsere Wasserschildkröte Puppi steht auf Quallen." (APA/red)

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    Die wenige Millimeter großen Polypen können im Haus des Meeres in Wien mit einer Lupe betrachtet werden.

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