Schmieds "Rote Liste"

5. März 2009, 13:06
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Was laut Unterrichtsministerin Schmied ohne Reform der Lehrerarbeitszeit gefährdet wäre - Mit Infografik

Wien  - Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat am Donnerstag eine "Rote Liste" jener Reformmaßnahmen vorgelegt, die ihrer Meinung nach durch das vom Finanzministerium zur Verfügung gestellte Budget und ohne Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrer gefährdet wären. Dazu zählen u.a. die kleineren Klassen, Deutschförderkurse oder die "Neue Mittelschule" mit Kosten in den Jahren 2009 und 2010 in Höhe von 521 Mio. Euro.

Radikale Einsparungen

Folgende Maßnahmen wären laut Schmied gefährdet, sollte das vom Finanzminister zur Verfügung gestellt Budget gleich bleiben und die Lehrerarbeitszeit nicht reformiert werden: Die Abschaffung der kleineren Klassen würde 2009 und 2010 384,8 Mio. Euro an Einsparungen bringen, wodurch jedoch 2.763 Lehrerarbeitsplätze gefährdet wären. Die Abschaffung der Teilungen größerer Klassen in der 9. Schulstufe für bestimmte Gegenstände würde 34,4 Mio. Euro bzw. 483 Lehrerposten sparen.

Eine Abschaffung des Kleingruppenunterrichts im Fremdsprachenunterricht brächte ein Einsparpotenzial von 14,5 Mio. Euro und würde 203 Arbeitsplätze betreffen. Sollten die Deutschförderkurse an den Pflichtschulen eingestellt werden, würde man damit 61,4 Mio. Euro einsparen und müsste 607 Pädagogen anderweitig einsetzen. Die Abschaffung der Neuen Mittelschule brächte Einsparungen in Höhe von 26 Mio. Euro und laut Schmied wären 49 derzeit bestehende Lehrerarbeitsplätze betroffen. (APA)

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