"Körpersprache zählt"

5. März 2009, 12:45
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Fußball-Feuerwehrmann Dietmar Constantini will die Nationalspieler unter die Lupe nehmen und im taktischen Bereich den Hebel ansetzen

Wien - Dietmar Constantini hat am Donnerstag seinen ersten Auftritt als neuer Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft absolviert. Bei einer Pressekonferenz in Wien erklärte der Tiroler, dass er im Hinblick auf sein Trainerdebüt am 1. April in Klagenfurt gegen Rumänien vor allem im taktischen mit der Mannschaft arbeiten wird. "Die Körpersprache der einzelnen Spieler ist mir wichtig und wird ausschlaggebend für meine Nominierungen sein", so Constantini. Wie neben seinem Assistenten Manfred Zsak und Tormanntrainer Franz Wohlfahrt das weitere Betreuerteam ausschauen wird, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.

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ÖFB-Präsident Leo Windtner sah in Constantini den richtigen Mann, die Mannschaft in kurzer Zeit wieder aufzurichten. "Die Wahl fiel auf Constantini, weil er zu Recht den Ruf genießt, der erste Feuerwehrmann im österreichischen Fußball zu sein. Er ist ein Kenner, der sich blitzschnell einstellen kann, das hat er hinlänglich bewiesen. Er ist teamfähig, und er trägt positive Energie mit sich", begründete der Oberösterreicher seine Wahl. Mit dem bisherigen U21-Teamchef Zsak als Assistent und dem bisherigen Teamchef-Assistent Andreas Herzog als neuen U21-Teamchef wolle man zudem eine personelle Weichenstellung mit längerfristiger Perspektive entwickeln.

Constantini wird am 18. März seinen ersten Kader bekannt geben und die Mannschaft am 23. März kennenlernen. Er hat dann zehn Tage Zeit, seine Vorstellungen umzusetzen. "Da kann ich der Mannschaft vermitteln, was ich mir vorstelle, vom Taktischen her. Und sie zu einer Einheit zusammen bringen. Die Planung ist perfekt", sagte Constantini.

Der Tiroler hat einen Vertrag bis Ende der WM-Qualifikation erhalten, dass es nicht längerfristig ist, ist für ihn kein Problem. "Es geht mir darum, dass der Ruf des österreichischen Fußballs besser wird. Dazu will ich beitragen. Es ist nicht wichtig, ob ich Weihnachten noch Teamchef bin oder nicht", so Constantini. (red/APA)

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    Dietmar Constantini nominiert am 18. März seinen ersten Team-Kader.

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