Obama plant neues Hilfsprogramm

5. März 2009, 12:14
1 Posting

"Making Home Affordable" soll den Betroffenen eine Refinanzierung oder eine Restrukturierung ihrer Verbindlichkeiten ermöglichen

Washington - Mit einem Hilfsprogramm im Umfang von 75 Mrd. Dollar (59,7 Mrd. Euro) will US-Präsident Barack Obama verschuldete Hausbesitzer vor der Zwangsenteignung bewahren. Die Initiative "Making Home Affordable" (Wohneigentum bezahlbar machen) soll den Betroffenen eine Refinanzierung oder eine Restrukturierung ihrer Verbindlichkeiten ermöglichen. Eine erste Abstimmung über die Regierungsvorlage war für Donnerstagabend im Repräsentantenhaus geplant.

Das Programm zielt darauf ab, Hypothekenzinsen zu senken, um die monatlichen Belastungen zu reduzieren. Ferner soll es Schuldnern möglich sein, Hypothekenverträge von speziellen Finanzgerichten ändern zu lassen. Dies ist unter den Hypothekenbanken stark umstritten, weil diese hohe Kosten auf sich zukommen sehen. Auch innerhalb Obamas Demokratischer Partei stößt das Konzept nicht auf einhellige Zustimmung. Eine Reihe von Abgeordneten ist der Auffassung, man solle vor richterlichen Anordnungen zunächst abwarten, ob freiwillige Vereinbarungen zwischen dem Schuldner und seiner Bank greifen könnten.

Obama hatte das Hilfsprogramm Mitte Februar angekündigt. Der Erfolg im Kampf gegen die Rezession hängt Beobachtern zufolge entscheidend davon ab, ob es der US-Regierung gelingt, die Krise im Immobiliensektor zu beenden. Diese hat die schweren Turbulenzen und Milliardenverluste in der Finanzbranche überhaupt erst ausgelöst. Im Zuge der Krise haben viele Immobilien drastisch an Wert verloren. (APA)

 

Share if you care.