Kaum noch Unterstützung für Voggenhuber

5. März 2009, 10:49
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Landesparteien akzeptieren Absage an "Solidaritätskandidatur" des Grünen EU-Abgeordneten

Wien - Der Zug für Johannes Voggenhuber ist offenbar abgefahren. Wie ein Rundruf der APA unter den Grünen Landesparteien ergeben hat, ist die Unterstützung für eine "Solidaritätskandidatur" des EU-Abgeordneten bei der Europawahl verschwindend. Überdeutlich die Wiener Parteichefin Maria Vassilakou. "Ich sehe keinen weiteren Diskussionsbedarf. Nur ein Gulasch wird besser, wenn man es wieder aufwärmt", sagte sie der APA. Auch die zuletzt noch pro-Voggenhuber eingestellten Bundesländer akzeptieren die Mehrheitsentscheidung der Parteigremien.

Schlussstrich

Niederösterreichs Landesgeschäftsführer Thomas Huber fordert seine Parteikollegen in den anderen Ländern auf, die Debatte zu beenden: "Es gab demokratische Entscheidungen, die sich gegen die Kandidatur Voggenhubers ausgesprochen haben. Das ist zu akzeptieren - hoffentlich endlich auch von Voggenhuber." Auch die steirischen Grünen erwarten keinen neuen Anlauf der Voggenhuber-Unterstützer. Man gehe davon aus, dass ein Schlussstrich unter die Causa gezogen wurde.

Ähnlich Burgenlands Landessprecher Jasko Vlasich, der dafür plädierte, "die Sache ad acta zu legen". "Ich denke, wir haben gerade jetzt, wenn wir uns die Wahlen anschauen, andere Sorgen. Wir sollten schauen, dass wir jene Themen aufgreifen, die bei den Menschen draußen wichtig sind", sagte Vlasich der APA.

Gremium hat entschieden

Unterstützt wurde Voggenhuber im Erweiterten Bundesvorstand am 30. Jänner dem Vernehmen nach von Vorarlberg, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich sowie einem Teil der Tiroler Grünen. Die Salzburger hatten einen weiteren Vorstoß für Voggenhuber zuletzt von der Unterstützung durch die anderen Bundesländer abhängig gemacht. Die gibt es aber nicht. Für Tirols Landesgeschäftsführerin Alexandra Medwedeff ist die Angelegenheit aber vom Tisch. "Die Entscheidung ist gefallen. Ich glaube das Gremium würde sich unglaubwürdig machen, wenn jetzt wieder etwas anderes beschlossen würde", sagte sie der APA.

Vorarlbergs Grünen-Chef Johannes Rauch betont, es mache keinen Sinn, fünf Mal über die selbe Angelegenheit abzustimmen: "Die Sache ist für mich erledigt." Auch Oberösterreichs Klubchef Gottfried Hirz betonte, beim Erweiterten Bundesvorstand am Freitag werde es nur noch um die Analyse der Landtagswahlen gehen. Der Kärntner Grünen-Chef Rolf Holub hätte zwar weiterhin nichts gegen eine Solidaritätskandidatur Voggenhubers, aber: "Wir akzeptieren demokratische Entscheidungen in den Gremien." (APA)

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