Ältere sehen Gesundheitstechnologien positiv

5. März 2009, 10:10
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Umfrage unter 50- bis 70-Jährigen: Große Zustimmung für Verwaltung persönlicher medizinischer Daten in elektronischer Form

Wien - Reha-Gespräche über Videotelefonie, elektronische Information über Arztbesuche oder Rezepte über die E-Card - die ältere Generation ist gegenüber neuen Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen nicht abgeneigt. Den steigenden Bedarf an diesen Hilfsmitteln zeigte eine Umfrage unter 500 Österreichern im Alter von 50 bis 70 Jahren.

Zustimmung für Daten in elektronischer Form

Die meiste Zustimmung gab es bei der Verwaltung persönlicher medizinischer Daten in elektronischer Form. 94 Prozent finden es sinnvoll, wenn der Hausarzt auf im Krankenhaus gemachte Untersuchungen zugreifen kann. Ebenso viele würden es gut finden, dass Hausarztbefunde auch von Fachärzten genutzt werden und umgekehrt.

88 Prozent sind der Meinung, dass durch die elektronische Verwaltung der Daten doppelte Untersuchungen vermieden werden können. 93 sind überzeugt, dass dadurch die Medikamentenverschreibung viel sicherer wird, weil alle Arzneien angeführt werden.

Videotelefonie statt Kontrollbesuchen

96 Prozent finden es interessant, durch Drücken eines einzelnen Knopfes mit dem Hausarzt in Verbindung zu treten. 85 Prozent wollen eine Rund-um-die-Uhr-Verbindung zu den pflegenden Angehörigen. Über die Hälfte (53 Prozent) würden Reha-Gespräche und Durchführung von Reha-Übungen über Videotelefonie in Anspruch nehmen. 46 Prozent würden sogar ihre Kontrollbesuche beim Arzt durch Videotelefonie zu Hause ersetzen.

E-Card soll mehr können

Die Mehrheit der Befragten wollen mehr Möglichkeiten mit der E-Card: 67 Prozent wollen in Zukunft ihr Rezept elektronisch per E-Card einlösen können. Für 76 Prozent wollen wäre es von Vorteil, wenn ihr Impfpass mit der E-Card verbunden wäre.

52 Prozent wollen über anstehende Kontrollbesuche elektronisch informiert werden. Noch mehr Befragte (61 Prozent) wollen im Wartezimmer über Gesundheitsthemen informiert werden. Die Studie wurde im Auftrag der Telekom Austria vom market Institut durchgeführt. (APA)

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