Nächste Watsche für die Bayern

6. März 2009, 10:33
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Leverkusen wirft die in der Liga strauchelnden Münchner aus dem Cup - Prödl bei Werder-Sieg gegen Wolfsburg nur Ersatz - HSV löst Pflichtaufgabe

Bayer Leverkusen hat seinen Bayern-Fluch besiegt und in einem am Ende dramatischen Cup-Fight die erste Titelhoffnung der kriselnden Münchner in dieser Saison zerstört. Nach einer lange Zeit ideenlosen Vorstellung verlor der Titelverteidiger am Mittwoch bei der Werksmannschaft mit 2:4 und schied damit bereits im Viertelfinale aus. Tranquillo Barnetta (54.), Arturo Vidal (61.), Patrick Helmes (70.) und Stefan Kießling (92.) machten vor der Bayer-Rekordkulisse von 50.500 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer LTU-Arena die erste Bayern-Niederlage im Pokal seit dem 2:4 bei Alemannia Aachen am 20. Dezember 2006 perfekt.

Nach den späten Gegentoren durch Lucio (72.) und Miroslav Klose (74.) musste der Cupsieger von 1993 allerdings noch um das Halbfinale zittern. Für Bayer endete damit eine Negativserie von acht Pflichtspiel-Niederlagen in Serie gegen die Bayern.

Werder Bremen und der Hamburger SV sind mit dem FSV Mainz 05 ins Halbfinale des DFB-Cups eingezogen. Der fünffache Pokalsieger Bremen setzte sich mit 5:2 beim Liga-Rivalen VfL Wolfsburg durch und feierte damit seinen zweiten Pflichtspielsieg in diesem Jahr, der HSV löste die Pflichtaufgabe gegen das Zweitliga-Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden mit 2:1.

Mit einem Blitzstart und zwei Toren in den ersten sechs Minuten stellte Werder die Weichen für den Coup bei den "Wölfen", die eine Woche nach dem UEFA-Cup-K.o. gegen Paris St. Germain im zweiten Wettbewerb die Segel streichen mussten. Die Bremer Mittelfeld-Asse Diego (3.) und Mesut Özil (6.) legten schnell vor für die Hanseaten (Sebastian Prödl auf der Bank, Martin Harnik nicht im Kader), doch die Wolfsburger schlugen durch Edin Dzeko (10., 44.) zurück und glichen noch vor der Pause aus. Mit einem Foulelfmeter brachte Diego in der 55. Minute Bremen wieder auf Sieg-Kurs. Claudio Pizarro (71., 89.) machte den Halbfinal-Einzug der Gäste in einem temporeichen und hochklassigen Spiel perfekt.

Für den kaum geforderten HSV geht der Tanz auf drei Hochzeiten weiter. Gegen Wehen Wiesbaden war Mladen Petric einmal mehr der entscheidende Mann im Hamburger Angriff. An der Führung durch ein Eigentor von Marko Kopilas (17.) war der Kroate zwar nur indirekt beteiligt, weil er seinen Gegenspieler hart bedrängte. Das 2:0 erzielte Petric dann im Stile eines Torjägers selbst (37.). Die Hamburger schalteten in der zweiten Hälfte einen Gang zurück und mussten nach dem Wiesbadener Anschlusstreffer durch Sandro Schwarz in der 85. Minute gar noch um den Sieg zittern. (APA/dpa)

DEUTSCHLAND - Cup/Viertelfinale:

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:5
Hamburger SV - SV Wehen Wiesbaden 2:1
Bayer Leverkusen - Bayern München 4:2
1. FSV Mainz 05 - Schalke 04 1:0

 

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    Bitterer Abend für Hoeneß und Klinsmann auf der Bayern-Bank.

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    Bittere Realität für die Wölfe.

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