Höhenmesser war defekt

5. März 2009, 16:59
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Boeing war 74 Stundenkilometer zu langsam - Vor dem Absturz für etwa 100 Sekunden auf Leerlauf geschaltet

Hamburg/London - Die Triebwerke des Unglücksflugzeugs von Amsterdam waren vor dem Absturz für etwa 100 Sekunden auf Leerlauf geschaltet. Das habe die vorläufige Auswertung des Flugschreibers der Boeing 737 ergeben, teilte ein Sprecher der Herstellerfirma am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. Dadurch sei die vorgesehene Landegeschwindigkeit um etwa 74 Stundenkilometer unterschritten worden.

Am Mittwoch, genau eine Woche nach dem Absturz, hatten bereits die niederländischen Behörden berichtet, dass das Flugzeug wegen einer falschen Anzeige eines Höhenmessers in falscher Höhe und zu langsam geflogen sei. Bei dem Unglück kurz vor der Landung auf dem Flughafen Schiphol waren neun Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. An Bord der Maschine der Turkish Airlines befanden sich 135 Menschen.

Boeing bestätigte, dass der linke Höhenmesser im Cockpit falsche Daten angezeigt hatte. Sie hätten sieben bis acht Fuß - umgerechnet etwa 2,13 bis 2,43 Meter - zu wenig gemeldet, heißt es in der Mitteilung aus London. Während das Flugzeug im Anflug auf etwa 610 Meter gesunken sei, habe die automatische Schubregelung, die die Daten von dem Höhenmesser verwendet, den Impuls für den Leerlauf gegeben. (APA/dpa)

 

 

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