Grafische Extravaganz

5. März 2009, 18:01
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Vorstellung der schönsten Bücher 2008

Wien – Wenn bei einem Buch alles passt – neben dem Inhalt auch die Typografie, die Prägung, das Papier, die Bindung –, dann kommt es in Vorauswahl für die schönsten des Jahres. 2008 waren es 211 Kandidaten, 15 davon befand eine Jury der Auszeichnungen würdig.

Am Mittwochabend wurden die Siegerbücher im Prunksaal des Palais Niederösterreich vorgestellt – und mit ihnen alle, die am Zustandekommen der Bücher beteiligt waren. Für drei Teams hat sich das Kommen besonders gelohnt: Franz Dodels Nicht bei Trost. Haiku endlos (Edition Korrespondenzen), Christian Kühns Ringstraße ist überall. Texte über Architektur und Stadt (Springer) und Marte.Marte Architects (ebenfalls Springer) erhielten auch noch die Staatspreise als "die schönsten Bücher Österreichs 2008" .

Sie alle seien der beste Beleg dafür, befand Alexander Potyka, (noch) Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, dass Print neben elektronischem Publishing noch lange bestehen kann. Manche Bücher sind klein und unspektakulär, andere wuchtige Statements grafischer Extravaganz, Sach-, Kinder- und Schimpfwörterbücher sind unter ihnen. Jedes aber hat eine sehr eigene, wohlüberlegte Hand- oder besser Druckschrift.

Ob sich ein Band über Haikus denn auch verkaufen lasse, fragte Moderatorin Barbara Rett dessen Verleger. Aber ja doch, antwortete der zuversichtlich. Mit dem Staatspreis wohl noch besser. (Michael Freund / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.3.2009)

Ab kommender Woche wird das ALBUM die für 2008 ausgezeichneten Bücher vorstellen.

Links: www.buecher.at> - www.schoenstebuecher.at

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