Ausgebucht: Wiener Internationale Kunst- & Antiquitätenmesse

4. März 2009, 17:59
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Eröffnung am 7. März im Künstlerhaus

Wien - Bereits vor wenigen Wochen freute sich Horst Szaal darüber, in der außerordentlich glücklichen Lage zu sein, mehr Anfragen von Kunsthändlern aus dem In- und Ausland zu haben, als im Künstlerhaus dann auch tatsächlich Platz finden.

Nun ist die Startformation fixiert, dieser Tage beziehen insgesamt 38 Teilnehmer, darunter vier aus Deutschland, in dem von 1865 bis 1868 von der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs erbauten Gebäude Quartier. Darunter die Riege der Stammaussteller wie Antiquitäten & Bildergalerie Figl (St. Pölten), Kunst & Antiquitäten Moskat (Wolfurt) oder Galerie Stallburg (Wien). Zu den Neuzugängen darf sich Patrick Kovacs zählen, der ein Sortiment von Möbeln aus der Zeit zwischen 1900 und 1918 zeigt.

Auf zwei Stockwerke verteilt, werden in den nächsten Stunden Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart aus Zeitungspapier und Luftpolsterfolie gewickelt, die Gemälde und Grafiken an die Stellwände montiert, Kunstgewerbe wird in Vitrinen geschlichtet und die meist schwergewichtige Tischlerkunst vom Staub befreit.

Bis zur Eröffnung der "Wiener Internationalen Kunst- & Antiquitätenmesse" (Wikam, 7. bis 15. März) steht dann alles für den Verkauf bereit. Wie in den Jahren zuvor rechnet der Verbandspräsident auch heuer mit regem Besucherandrang, um die 13.000 sollten es schon werden, kalkuliert Szaal. Er selbst widmet den Künstlern Ferdinand Brunner und Josef Eidenberger unter dem Titel Die Poesie der Landschaft eine hochinteressante Sonderausstellung mit begleitendem Katalog. Der eine, Ferdinand Brunner, überzeugt mit eigenständiger Landschaftsmalerei, ausgewogen harmonischer Klarheit und teils spannungsvoller Lichtführung.

Der andere, Josef Eidenberger, dem der eine als Mentor und künstlerisches Vorbild diente, wählte poetischere Versionen mit stark koloristischer Wirkung. Die Preise reichen hier von 7000 Euro bis 30.000 Euro, darunter etwa 15.500 Euro für Brunners Pfarrgarten in Aflenz, drei stubenreine Hühner inklusive. Wem dagegen nach sommerlichen Temperaturen - auch abseits des Vernissagerummels - ist, der könnte beim Kunsthandel Widder sein auf Leinwand gemaltes Glück finden: Im Alten Hafen von Marseille von Trude Waehner oder mit dem Eisverkäufer von Karl Hauk. (kron / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.3.2009)

 

  • Ferdinand Brunner: "Pfarrgarten in Aflenz" , 1937.
    foto: szaal

    Ferdinand Brunner: "Pfarrgarten in Aflenz" , 1937.

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