Beunruhigende Resistenzen bei Grippeviren

4. März 2009, 17:33
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In den USA und in anderen Regionen erstmals während der Grippesaison 2007/2008 entdeckt

Washington - Zunehmende Resistenzen von Grippeviren beunruhigen die Gesundheitsbehörden weltweit. Gleich zwei Studien aus den USA und aus den Niederlanden belegen in der neuen Ausgabe des US-Fachblatts "Journal of the American Medical Association" (Bd. 301. S. 1042 und 1066), dass der Anteil jener Influenza-Erreger im Steigen begriffen ist, die auf das gängige Medikament Tamiflu nicht mehr reagieren.

Solche Resistenzen waren in den USA und in anderen Regionen erstmals während der Grippesaison 2007/2008 entdeckt worden. Neue Daten der US-amerikanischen Gesundheitsbehörden zeigen nun, dass jedes achte Influenzavirus vom Typ A (H1N1), das in diesem Zeitraum untersucht wurde, immun gegen Tamiflu war. Auf Typ A entfielen knapp 20 Prozent aller damals zirkulierenden Grippeerreger.

Vorläufige Daten aus der aktuellen Saison in den USA zeigen, dass der Anteil der resistenten Viren weiterhin steigt. 264 von insgesamt 268 Erregern, die bis Mitte Februar 2009 untersucht wurden, reagierten nicht mehr auf das Präparat. Logische Forderung der Forscher im "JAMA": Zusätzliche Mittel zur Vorbeugung und Behandlung einer Grippe werden dringend gebraucht. (DER STANDARD, Printausgabe, 5. 3. 2009)

 

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