China glaubt an Erholung

4. März 2009, 16:36
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Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Februar den dritten Monat in Folge gestiegen

Peking - Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Februar den dritten Monat in Folge gestiegen, was auf eine baldige Erholung der Konjunktur hindeuten könnte. Nach amtlichen Angaben vom Mittwoch stieg der Index auf 49,0 Punkte von 45,3 Punkten im Januar. Ab einem Wert von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert. Im November war das Konjunkturbarometer auf ein Rekordtief von 38,8 Punkten gefallen. Chinas Wirtschaft befinde sich möglicherweise an der Schwelle zu einer nachhaltigen Erholung, sagte der Regierungs-Wirtschaftswissenschaftler Zhang Liqun. Die Politik der Wachstumsanreize zeige Wirkung.

Die chinesische Regierung hat zur Überwindung der Krise ein Konjunkturprogramm von vier Milliarden Yuan (rund 500 Milliarden Euro) aufgelegt. Angesichts der trüben Wirtschaftsaussichten hatte Präsident Hu Jintao vergangene Woche weitere Impulse zur Ankurbelung der heimischen Nachfrage angekündigt. Am Samstag hatte Ministerpräsident Wen Jinbao erklärt, die Ausgaben zur Konjunkturstützung zeigten erste Wirkung und lenkten die Wirtschaft in die richtige Richtung. Allerdings könnte sich die weltweite Finanzkrise noch einmal verschlimmern, warnte er zugleich.

Am Donnerstag beginnt in Peking die jährliche Sitzung des Volkskongresses, auf dem die Wirtschaftskrise auch ein beherrschendes Thema sein dürfte. Im Vorfeld wurden zahlreiche Offizielle, von Zentralbankern bis hin zum Finanzminister, nicht müde zu versichern, dass China trotz des weltweiten konjunkturellen Gegenwinds sein Wachstumsziel von acht Prozent in diesem Jahr erreichen könne. (APA)

 

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    Die chinesische Regierung hat zur Überwindung der Krise ein Konjunkturprogramm von rund 500 Milliarden Euro aufgelegt.

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