Caps gegen Bullen Außenseiter

4. März 2009, 16:19
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Jüngsten drei Semifinal-Duelle gingen an Meister Salzburg und zwar deutlich - KAC gegen Linz in Favoritenrolle

Wien - Während sich in Innsbruck die Fans auf zweitklassiges Eishockey einstellen müssen, wird es in Klagenfurt, Linz, Wien und Salzburg erst so richtig spannend. Mit dem Gastspiel der Black Wings Linz bei Rekordmeister KAC und dem schon fast traditionellen Halbfinal-Duell zwischen den Vienna Capitals und Meister Red Bull Salzburg startet am Donnerstag (19.15 Uhr) die "best-of-seven"-Halbfinalserie der Eishockey-Liga.

Die Begegnung Wien gegen Salzburg um den Einzug ins Finale hat es auch in den vergangenen drei Jahren gegeben - stets mit den "Roten Bullen" als souveränen Aufsteiger. Die Caps, zum fünften Mal in Folge in der Runde der besten vier Teams, sind im Vorjahr sogar ohne Erfolg auf dem Eis geblieben. 2006 entschied Salzburg die Serie mit 4:1 für sich, der einzige Wiener Sieg allerdings erfolgte auf dem Grünen Tisch, weil ein nicht spielberechtigter Spieler (Patrick Thoresen) eingesetzt worden war. Auch 2007 (3:0) fiel die Entscheidung klar zugunsten der Red Bulls aus.

Von den jüngsten zehn Duellen hat das Team von Pierre Page neun gewonnen, kein Wunder also, dass sich Caps-Trainer Kevin Gaudet in der Außenseiterrolle sieht. "Wir sind nicht der Favorit gegen Salzburg. Wir haben nicht den Druck, aber wir werden Siegeswillen haben. Es wird ein bisschen ein offeneres Spiel als gegen Graz, wir müssen auf mehr Forechecking des Gegners bereit sein", erklärte Gaudet, der Liga-Topscorer Pat Lebeau vorgeben muss. Capitals-Präsident Hans Schmid hofft, dass "wir nicht so wie im Vorjahr sang- und klanglos untergehen".

Rekordmeister und Grunddurchgangs-Dominator KAC, der sich mit einem 4:2-Siegen gegen Innsbruck ins Semifinale spielte, will seine beeindruckende Heimstärke gleich zu Beginn der Serie unter Beweis stellen. Im Grunddurchgang gewann der KAC von 27 Heimspielen 24, allerdings waren die Linzer eine von drei Mannschaften, die die Klagenfurter Messehalle in dieser Saison als Sieger verlassen durften. Die insgesamt sechs bisherigen Duelle KAC - Linz verliefen mit je drei Siegen ausgeglichen.

Die Linzer tankten mit dem Viertelfinal-Erfolg gegen Villach Selbstvertrauen. "Auch gegen den VSV haben nicht viele auf uns gewettet, unsere Jungs haben aber wirklich großartigen Charakter gezeigt. Klagenfurt war das ganze Jahr über die beste Mannschaft, wir müssen versuchen, dass wir wieder unser Spiel machen. Jetzt ist alles möglich!", betonte Linz-Trainer Jim Boni. Ein Einsatz der zuletzt verletzten Linzer Pat Leahy und Martin Iberer ist wahrscheinlich, sicher fehlen wird vorerst Allan Rourke. (APA)

 

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