Profumo: Banken­lage besser als beschrieben

4. März 2009, 16:03
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In den osteuropäischen Ländern bestehe keine Default-Gefahr, obwohl es konkrete Risiken gebe

Rom - Die Sorge der Investoren vor hohen Belastungen aus dem Osteuropa-Geschäft hat die Aktien der italienischen UniCredit, des Mutterkonzerns der Bank Austria, in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren fallen lassen, doch UniCredit-Chef Alessandro Profumo zeigt sich unbesorgt. "Die Lage unserer Banken in Osteuropa ist deutlich besser als sie beschrieben wird", sagte Profumo nach Angaben italienischer Medien vom Mittwoch.

Die UniCredit habe in Osteuropa Kredite in Höhe von insgesamt 75 Milliarden Euro vergeben. Wenn man auch die Türkei berücksichtige, habe UniCredit in Mittel- und Osteuropa 90 Milliarden Euro verliehen, 15 Prozent aller Kredite. Profumo betonte, dass es große Unterschiede bei der wirtschaftlichen Lage der einzelnen osteuropäischen Ländern gebe. "In Rumänien, wo das makroökonomische Feld negativ ist, ist UniCredits Präsenz beschränkt. Die Ukraine ist das gefährlichste Land, in dem wir präsent ist, doch wir vertrauen in den Stabilisierungsplan des Internationalen Währungsfonds", erklärte Profumo.

In den osteuropäischen Ländern bestehe keine Default-Gefahr, obwohl es konkrete Risiken gebe. "UniCredit unterstützt weiterhin ihre Banken, wir wollen weiterhin in Osteuropa aktiv sein", erklärte Profumo. UniCredit vergebe trotz der schwierigen Lage weiterhin Kredite an Unternehmen. "In den ersten zwei Monaten 2009 hat UniCredit neue Finanzierungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro an 22.000 Unternehmen vergeben", so Profumo. (APA)

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