Mobilkom-Betriebsrat Luksch warnt vor Abspaltung der Auslandstöchter

4. März 2009, 14:49
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Mobilfunker wollen bei Nachbestellung von Nemsic ein Wörtchen mitreden

Mobilkom-Betriebsratsvorsitzender Werner Luksch warnte am Mittwoch vor einer Aufteilung des Mobilfunk-Marktführers. Demnach gebe es Hinweise, wonach die erfolgreichen Auslandstöchter in eine eigene Gesellschaft eingebracht werden sollen. "Ich habe den Eindruck, dass mit dieser Maßnahme der Verkauf der Mobilkom Austria und der damit zusammenhängende Arbeitsplatzabbau vorbereitet werden soll. Dagegen werden wir Personalvertreter uns rechtzeitig wehren", so Luksch in einer Aussendung.

Einbindung

Außerdem fordert er, wie schon sein Kollege Michael Kolek, eine sorgfältige Auswahl bei der Nachfolge des zu Monatsende überraschend ausscheidenden Telekom-Austria-Chefs Boris Nemsic. Die Telekom ist die Mutter der Mobilkom Austria. Luksch betonte, dass die Mobilkom als "größter Wachstums- und Ertragsbringer der Telekom Austria Gruppe" entsprechend in die Entscheidungsfindung eingebunden sein müsse. "Entscheidungen über die Köpfe hinweg lehnen wir entschieden ab", stellte Luksch klar, der TA-Aufsichtsratschef Peter Michaelis nachdrücklich zu beratenden Gesprächen einlädt.

Laut Unternehmenskreisen tagt morgen der Aufsichtsrat der Telekom. Die Staatsholding ÖIAG wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Offen ist weiterhin, wann die Nachfolge von Nemsic feststeht. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Festnetz-Chef Hannes Ametsreiter, ein treuer und langjähriger Weggefährte von Nemsic. (APA)

 

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