SUSE Studio: Das Betriebssystem im Eigenbau

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screenshot: andreas proschofsky

Von der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbeachtet, arbeitet bei Novell ein Team rund um Chief Technology and Strategy Officer Nat Friedman an einem äußerst ambitionierten Projekt: Die Welt der Softwareauslieferung zur revolutionieren. Den bisher vorherrschenden All-in-One-Ansatz bezeichnet Friedman als "Vor-Feuer-Ära" der Softwareindustrie, die Installation sei in den meisten Fällen noch immer viel zu komplex und somit implizit fehlerbehaftet. Die Erfahrung zeige, dass entsprechend gut 50 Prozent aller Support-Fälle durch falsch installierte Software ausgelöst werden.

Komplex

Gerade im Server-Bereich sei den zuständigen AdministratorInnen dabei aber wenig Vorwurf zu machen, teilweise seien die nötigen Schritte dermaßen komplex, dass sie kaum vollständig korrekt durchzuführen sind. Eine Behauptung, die Friedman mit dem Handbuch einer geläufigen kommerziellen Datenbank-Lösung illustriert. Auf unzähligen Seiten werden hier Abhängigkeiten in exakt vorgeschriebenen Softwareversionen vorgeschrieben, teilweise müssen sich die AdministratorInnen dabei sogar um spezifische Kernel-Parameter kümmern.

Angepasst

Die Zukunft soll entsprechend vollkommen anders aussehen: Spezialisierte Appliances - bestehend aus Betriebssystem und der jeweiligen Anwendung - sollen von Haus aus fertig eingerichtet den bisherigen Ansatz ablösen. Wie man sich das vorzustellen hat, erklärt Friedman an einem praktischen Beispiel: Einem Toaster. Dieser vollführt nur eine Aufgabe, diese aber wirklich gut, zugleich ist er einfach einzurichten und zu benutzen. Um sich eine solch optimal angepasste Umgebung zu basteln, braucht es natürlich auch einen Baukasten, den will man nun mit SUSE Studio liefern.

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