SUSE Studio: Das Betriebssystem im Eigenbau

8. März 2009, 11:00
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screenshot: andreas proschofsky

Von der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbeachtet, arbeitet bei Novell ein Team rund um Chief Technology and Strategy Officer Nat Friedman an einem äußerst ambitionierten Projekt: Die Welt der Softwareauslieferung zur revolutionieren. Den bisher vorherrschenden All-in-One-Ansatz bezeichnet Friedman als "Vor-Feuer-Ära" der Softwareindustrie, die Installation sei in den meisten Fällen noch immer viel zu komplex und somit implizit fehlerbehaftet. Die Erfahrung zeige, dass entsprechend gut 50 Prozent aller Support-Fälle durch falsch installierte Software ausgelöst werden.

Komplex

Gerade im Server-Bereich sei den zuständigen AdministratorInnen dabei aber wenig Vorwurf zu machen, teilweise seien die nötigen Schritte dermaßen komplex, dass sie kaum vollständig korrekt durchzuführen sind. Eine Behauptung, die Friedman mit dem Handbuch einer geläufigen kommerziellen Datenbank-Lösung illustriert. Auf unzähligen Seiten werden hier Abhängigkeiten in exakt vorgeschriebenen Softwareversionen vorgeschrieben, teilweise müssen sich die AdministratorInnen dabei sogar um spezifische Kernel-Parameter kümmern.

Angepasst

Die Zukunft soll entsprechend vollkommen anders aussehen: Spezialisierte Appliances - bestehend aus Betriebssystem und der jeweiligen Anwendung - sollen von Haus aus fertig eingerichtet den bisherigen Ansatz ablösen. Wie man sich das vorzustellen hat, erklärt Friedman an einem praktischen Beispiel: Einem Toaster. Dieser vollführt nur eine Aufgabe, diese aber wirklich gut, zugleich ist er einfach einzurichten und zu benutzen. Um sich eine solch optimal angepasste Umgebung zu basteln, braucht es natürlich auch einen Baukasten, den will man nun mit SUSE Studio liefern.

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gute idee

geniales feature, wenn das auch noch gut funktioniert ists perfekt. Jedoch ist dies nichts anderes als arbeitsersparnis, man könnte auch mit einer minimal cd aufsetzten und dann die applikationen per package management relativ einfach installieren.

Jetzt mal in Ernst:

kann nLite (oder vLite) einen Setup-CD für Win2K3 + SQL-Servr + Exchange.
Ich such nämlich so etwas in der Art.

... cn

Wie lautet die Website

Auf welcher Website kann ich mir mein Windows mit Webbrowser, Officesuite, E-Mailprogramm, Datenbankserver, Mailserver, Webserver usw. zusammenklicken?

Welche Ergebnisse bekomme ich dann? LiveCD, Xen Image, CD Image, ...?

Danke für Ihre Infos.

bitte nochmal den Titel des Artikels laut vorlesen: "Das Betriebssystem im Eigenbau".
Und Windows zählt nun mal zu den Betriebssystemen.
Eine Officesuite zählt nicht dazu.

Warum hat dann dieses Windows Betriebssystem ein Text-, Bildverarbeitungsprogramm, Webbrowser, E-Mailprogramm ...

Aber es könnte der Diskussion dienlich sein, wenn Du einfach mal definierst, was für Dich ein Betriebssystem ist.

Du scheinst nicht aus der EDV Welt zu stammen, willst aber mitreden. Schau mal in Wikipedia unter "Betriebssystem".

Habe nachgeschaut. Und jetzt?

Ach ja, ...
> Warum hat dann dieses Windows Betriebssystem ein
> Text-, Bildverarbeitungsprogramm, Webbrowser,
> E-Mailprogramm ...

Da habe ich Deine Stellungnahme überlesen ...

ich glaub sie verwechseln da etwas .. !

nlite (vlite) ist ein programm um eine Windows CD nach seinen bedürfnissen anzupassen.
Bsp: Microsoft integriert den Windows Mediaplayer in Windows , und sie wollen diese bindung lösen , können mit nlite den mediaplayer aus dem medium entfernen.


Die im Artikel beschriebene Methode von Suse machts aber umgekehrt ... es gibt kein generisches Image welches jeder bekommt und dann anpassen muss, sondern die anpassung passiert zuerst, und dann kommt erst das massgeschneiderte produkt raus.

Das ist ein riesen Unterschied.


zumal das projekt ja von suse kommt, also den machern der distribution, und nicht wie nlite von irgendeinem studenten ;) .

der riesen Unterschied ist genau gar keiner. Ob das Ursprungsimage nun bei SUSE auf dem Server liegt oder als Windows CD auf deiner Platte, das Resultat ist das gleiche: Ich bekomme ein ISO File mit nur den Komponenten die ich möchte.
Die Bindung vom Media Player, IE usw. kann man ganz leicht ohne nLite lösen, das musste MS wegen eines EU Urteils machen: Systemsteuerung-Software-Standardprogramme!

ja, aber bei suse kann ich entscheiden, was ich dabei haben möchte. bei windows kann ich bloß entscheiden, was ich nicht dabei haben möchte.

vlt ist es mit einem beispiel verständlicher...
bei suse können sie sagen, ich möchte openoffice dazu. so bekommen sie ein betriebssystem OHNE mediaplayer und MIT office.
bei windows sagen sie, ich möchte microsoft office dazu. das geht aber nicht, also bekommen sie ein windows MIT mediaplayer und OHNE office. oder sie sagen, ich möchte keinen mediaplayer. dann bekommen sie windows OHNE mediaplayer und OHNE office... und das ist das was sie wollten?

wir reden hier vom Betriebssystem (siehe Überschrift).
Mit Office usw. ist das eine komplette Arbeitsumgebung.

eben, das ist der unterschied zu deinen beispielen.

das sagten sie uns schon.

da sie scheinbar nicht aus der zeitungs-welt stammen, darf ich sie kurz aufklären: zwischen überschrift und kommentaren befindet sich noch eine kleinigkeit: ein inhalt.

sehen sie sich in diesem inhalt einmal das bild 5 genauer an. hier kann man auch anwendungen auswählen. darunter z.b. auch openoffice.
in diesem artikel geht es also doch nicht nur um reine betriebssysteme.

und jetzt nochmal die frage von andreas kraftl, die sie ja noch immer nicht beantwortet haben: Warum hat dann dieses Windows Betriebssystem ein Text-, Bildverarbeitungsprogramm, Webbrowser, E-Mailprogramm ...

Mal abgesehen davon, dass das nicht einmal einen Bruchteil des hier genannten kann: Aber sicher doch...

bruchteil? bist du dir da ganz sicher?

Ich würd sagen, dass allein schon die Windows-Lizenz den Großteil der potentiell interessanten Einsatzmöglichkeiten verhindert.

suka hat recht,

der Vergleich hinkt. Das ist so, als ob ich sagen würde, dass man seit 50 Jahren bequem mit dem Flugzeug nach Amerika fliegen würde und sie erwidern, dass man ja schon seit 500 Jahren nach Amerika reisen könne.

Ich habe es weiter unten schon geschrieben, ich habe vor Jahren mit enormen Zeitaufwand ein XP mit vlite zusammengestellt, das war nicht einfach, obwohl ich mich einigermassen mit Windows auskenne.
Hier kann ich meine nicht computerinteressierte Freundin hinsetzen und es wird was Brauchbares rauskommen.

Was ich mir zu Weihnachten vom Linux-Weihnachtsmann wünsche:

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1. Ich surfe auf so eine Seite und gebe in einem Formular die Daten ein (Listboxen, Optiobuttons etc.), die Linux für die Installation benötigt: CPU, Festplatten, wie groß wie Partitionen sein sollen.
Also jene Daten, die während des Installationsprozesses abgefragt werden.

2. Dann suche ich mir die Anwendungen aus, die ich benötige. Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst. Vorschläge werden gemacht.

3. Das System strickt sich eine Distribution zusammen, die ich dann als ISO-Datei herunterladen kann. Die Distri bleibt aber auf der Seite, ich kann an ihr jederzeit einzelne Anwendungen aktualisieren und dann ein aktualisiertes ISO-File herunter laden.

(2)
4. Die brenne ich auf CD oder DVD, lege ich ein und boote von ihr. Dann läuft alles automatisch ab, ich muss keine Eingaben mehr machen, weil die Infos schon auf der Website ermittelt worden sind.

5. Das alles für Debian, Ubuntu, Fedora.

Danke, lieber Weihnachtsmann, das wäre vorerst alles.

einerseits interessant .. die information der zusammengestellten installationsmedien zentral zu speicher, aber andererseits: ..

Wie oft setzt man denn ein Linux System neuauf !? .. in der Regel 1mal und dann nie wieder ...

Aber generell würde mir eine einheitliche config-file auch interessieren .. dann könnte man z.b. Modell speziefische Versionen vertreiben .. (in dem die user nurmehr ihre general config tauschen) .. bei Laptops stell ich mir das .u.a sehr praktisch vor !

Zum Beispiel: Debian Etch, und ich ein Linux-Neuling. Ich habe immer mit apt und synaptic gearbeitet. Plötzlich raten mir alle zu aptitude.

Ich setze aptitude ein, das Proghramm wirft mir alles von der Platte, was nicht über aptitude installiert worden ist, naja, fast alles. das system war hinüber. Neuinstallation.

Ich war selbst schuld, keine Frage. Passierte in der Eile. Passiert ist es dennoch.

für das persöniche system .. (in dem fall meine ich ein und das selbe physische), geht man sowas auch eher mit Backups an, da sich in der regel auch viele persönliche daten auf den partitionen befinden.

aber wie schon oben erwähnt für z.b. laptops fände ich sowas super

ich werd

ein Woertchen mit ihm darueber haben....

Ja, das wär nett, das Nokia 5800 hätt ich auch gern. Kannst du bitte auch mit dem Osterhasen sprechen, ich hätte es nämlich schon ein bissi eilig.

Will wirklich keinen Stress machen, nur so, falls es dich interessiert ;-)

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