Allergievorbeugende Behandlung bei Kindern

4. März 2009, 14:24
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Untersuchungsteilnehmer werden für bereits zugelassene Immuntherapie gesucht

Wien - An der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Wiener AKH will man im Rahmen einer neuen Studie eine neue Behandlungsmethode für Kinder mit ersten Zeichen einer Allergie testen. Dabei handelt es sich um eine Schluckimpfung, die Kindern ab dem vollendeten zweiten bis vierten Lebensjahr, deren Eltern allergiebelastet sind, verabreicht wird. Diese neue Behandlungsmethode kann bei Erfolg bereits im Säuglingsalter präventiv gegen Allergieausbrüche eingesetzt werden, meinte der Mediziner Zsolt Szepfalusi von der Kinderabteilung des Wiener AKH am Mittwoch.

Probanden gesucht

Bei der Schluckimpfung handelt es sich um eine sublinguale Immuntherapie einer bereits zugelassenen Methode, die nur noch nicht in dieser vorbeugenden Version angewendet wurde, erklärte Szepfalusi. Zu diesem Zweck benötigt der Mediziner Patienten, die an dieser Studie teilnehmen können. Betroffene Eltern von Kindern im Alter von vollendetem zweiten bis vierten Lebensjahr mit einem auffälligen Allergietest (Hauttest oder Bluttest) können sich unter der Wiener Telefonnummer 40-400/DW3154 oder über Email eva.wissmann@meduniwien.ac.at melden.

Allergien nehmen weltweit zu und treten zumeist im frühen Kindesalter auf. Ersehnter Wunsch der Uniklinik ist die Früherkennung von jenen Säuglingen und Kleinkindern, die eine Allergie entwickeln werden, bevor diese ausbricht. Dazu bedürfe es neuer Methoden, um im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten Informationen für eine Allergie abzulesen. Szepfalusi: "Durch diese neu startende Studie wollen wir verhindern, dass durch ihre Eltern vorbelastete Kinder später an Heuschnupfen oder Asthma erkranken. Mittels der Schluckimpfung wollen wir versuchen, das Ausbrechen der Allergieverursachenden Mechanismen im Vorfeld zu verhindern." (APA)

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