Fitch bestätigt AAA für Österreich

4. März 2009, 13:32
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Die Ratingagentur rechnet mit weiteren Bankenhilfen, ab einem Verschuldungsgrad von 70 Prozent wackelt das Triple-A

Wien - Die Ratingagentur Fitch hat am Donnerstag die Einstufung Österreichs als Schuldner von höchster Bonität bei langfristigen Anleihen bestätigt, die Beibehaltung dieser Einstufung aber daran geknüpft, dass die österreichische Verschuldungsposition nicht durch weitere Bankenhilfen über Gebühr strapaziert wird. Den Ausblick hält Fitch nach wie vor stabil.

Die Bestätigung des bisherigen langfristigen und kurzfristigen Emittenten-Ausfallsratings IDR durch Fitch kommt wenige Tage, nachdem auch die anderen großen Ratingagenturen ähnlich beruhigende Einschätzungen abgegeben hatten.

Zur Begründung führt Fitch u.a. an, dass die österreichischen Banken relativ geringe Risiken aus Immobilienkrediten aufzuweisen hätten - gleichzeitig seien sie aber den Risiken aus osteuropäischen Ländern stärker ausgesetzt.

Die Agentur erwartet deshalb weitere Hilfen für die österreichischen Banken über das bestehende Paket (15 Mrd. Euro Partizipationskapital, Garantien) hinaus, "sowohl von der österreichischen Regierung als auch von ausländischen Mutterbanken" (Bank Austria/UniCredit). Bisher sind 8 Milliarden der möglichen Gesamtsumme an Kapitalzuschüssen vergeben.

Wenn der österreichische Staat bei den Banken nachlegen muss, ist das "AAA" solange nicht gefährdet als die Staatsverschuldung 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht überschreitet (2010), schreibt Fitch am Freitag. Aktuell beträgt der Verschuldungsgrad (Maastricht) rund 60 Prozent. Eine Erhöhung von 10 Prozentpunkten würde mehr als 25 Mrd. Euro zusätzlichen Schulden entsprechen,. (APA)

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