Bevölkerung sieht Ämterschließungen relativ gelassen

4. März 2009, 13:28
posten

Überwiegende Mehrheit ist nicht bereit, für den Erhalt der Filialen mehr zu zahlen

Wien - Die Bevölkerung sieht die Schließungspläne der Österreichischen Post relativ entspannt. Laut einer Umfrage ist es 80 Prozent egal, von wem die Post kommt, Hauptsache das Service passt. Entsprechend gering ist die Bereitschaft, für die Erhaltung aller Postämter mehr zu zahlen. Dies lehnen drei von vier Österreichern ab. Und auch das Image des Postlers hat gelitten: Rund die Hälfte der gut 1.000 Befragten sieht keine besondere Vertrauensstellung des Postboten. Aber immerhin 85 Prozent sind dafür, dass jene Postler, die gehen müssen, im Rahmen großzügiger Sozialpläne abgebaut werden, so der Meinungsforscher oekonsult.

Die Österreicher haben mittlerweile eingesehen, dass die Post AG nun mal an der Börse ist und daher marktwirtschaftlich agieren muss. Zwei Drittel meinen: "Zuerst privatisieren und hinterher die Auswirkungen zu beklagen, halte ich für unangebracht." "Wer A sagt, muss auch B sagen", meint eine deutliche Mehrheit der Befragten, so oekonsult-Chef Joshi Schillhab. Drei Viertel der Befragten ist es demnach egal, ob die Post ein Staats- oder Privatbetrieb ist. Derzeit hält der Staat 51 Prozent an dem Ex-Monopolisten. Über 80 Prozent meinen, dass sich die Post für die bevorstehende Komplettliberalisierung des Marktes rüsten müsse, was Postchef Anton Wais immer als Grund für die Umwandlung von Ämtern in Post-Partnern genannt hat. (APA)

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