In spätestens drei Jahren ist alles wieder im Lot

4. März 2009, 13:24
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RZB-Chef Rothensteiner im "WirtschaftsBlatt"-Interview: Vertrag für Staatshilfe so gut wie fertig - Arbeit an Einsparungen

Wien - Der Chef der Raiffeisen-Zentralbank (RZB), Walter Rothensteiner, zeigt sich zuversichtlich, die staatliche Hilfe von 1,75 Mrd. Euro relativ leicht zurück zahlen zu können. "Keine Krise dauert fünf Jahre. In zwei, drei Jahren ist voraussichtlich alles wieder im Lot", so der RZB-Chef in einem "WirtschaftsBlatt"-Interview (Mittwochausgabe) . Der Vertrag für die staatliche Stützung sei so gut wie fertig, "die letzten Details klären wir noch". Das Geld sollte jedenfalls noch im März fließen und wird mit acht Prozent pro Jahr verzinst. Privatanleger werden das PS-Kapital nicht zeichnen können.

In puncto Einsparungen sei die RZB mit den Überlegungen "noch nicht durch". Bei den rund 1.400 Mitarbeitern in Wien sieht Rothensteiner "kaum Sparpotenzial". Ein Aufnahmestopp und die interne Nachbesetzung freier Stellen "sollten reichen". Des weiteren konnten durch den Verzicht auf Boni von sieben Millionen Euro rund 100 Jobs gesichert werden.

Auf die Frage, mit welchen Werten Rothensteiner bei den Kreditausfällen rechnet, antwortete er, dass "keine Globalzahl" genannt werden könne, "weil es sie nicht gibt". Tatsache sei, dass die RZB die Vorsorgen erhöht habe, "wie alle anderen Banken auch". Rothensteiner geht davon aus, dass er einen Großteil des Geldes, dass über die Ost-Tochter Raiffeisen International (RI) in die Ukraine verborgt wurde (rund fünf Mrd. Euro, Anm.), wieder sehen wird. Mit einem Staatsbankrott der Ukraine rechnet die RZB nicht. (APA)

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