EU-Länder einig bei Aufsicht von Rating-Agenturen

4. März 2009, 12:32
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Europäisches Parlament muss das Gesetz noch absegnen - Rating-Agenturen sollen künftig staatlich überwacht werden

Brüssel - Die EU-Staaten wollen Rating-Agenturen unter Aufsicht stellen. Die Botschafter der EU-Länder seien für eine Meldepflicht und eine direkte Beaufsichtigung der Agenturen, sagte ein Sprecher der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft am Mittwoch in Brüssel. Die Position der EU-Länder muss von den Finanzministern noch formell beschlossen werden. Auch das Europäische Parlament, das voraussichtlich im Plenum im April abstimmen wird, muss das Gesetz noch absegnen.

Die Rating-Agenturen sollen in der EU wegen ihrer Rolle in der Finanzkrise künftig strengen Regeln unterworfen werden. Die US-Kreditwächter Moody's, Standard & Poor's und Fitch Ratings, die den Markt beherrschen, müssen sich nach dem Gesetzentwurf der EU-Kommission künftig staatlich registrieren und überwachen lassen. Ziel der Regulierung ist es, die Qualität der Bewertungen von Kreditprodukten zu verbessern.

Die EU-Länder stellten in dem Gesetzentwurf klar, dass Bewertungen der Kreditqualität, die außerhalb der Europäischen Union erstellt wurden, auch in der EU weiter gelten können. Die US-Regierung hatte die EU davor gewarnt, mit der Meldepflicht Ratings aus Drittstaaten zu unterbinden. (APA/Reuters)

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