Rudolf Jettmar tritt aus Schatten seines Chefs

4. März 2009, 18:49
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Jurist und Ex-Banker rudert durch stürmische Zeiten

Lange Jahre stand Rudolf Jettmar einen Schritt hinter Postchef Anton Wais, nun soll er vorübergehend den Chefsessel erklimmen. Wenn Wais mit 1. April überraschend in den Ruhestand tritt, übernimmt der bisherige Finanzchef des börsennotierten Konzerns das Ruder, und das in stürmischen Zeiten. Jettmar, Jahrgang 1947, ist Betriebswirt und Jurist. Studiert hat er in Wien, es folgten Jobs in diversen Steuerberatungskanzleien.

Zwischen 1982 und 1999 saß er im Vorstand der Österreichischen Verkehrskreditbank. Vor zehn Jahren wurde er zum Finanzvorstand und zugleich zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Österreichischen Post bestellt. Sein Mandat läuft bis Juni 2012. Als "Garant für Kontinuität und Erfahrung" bezeichnete ihn der Aufsichtsrat des Konzerns einmal. An Unterstützung aus den Reihen der ÖVP fehlte es für den langjährigen Banker nie. Und die Gewerkschaft attestierte ihm einstens, "zumindest fachlich in Ordnung" zu sein. Seine beim Amtsantritt gesetzten Ziele hat er bisher nicht erreicht: Jettmar wollte den Monopolkoloss Post innerhalb von drei Jahren zu einem börsenreifen und wettbewerbsfähigen Transport-, Logistik- und Finanz-Dienstleister trimmen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 05.03.2009)

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    Rudolf Jettmar

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