Google-Chef: Abschwung wird uns auch erreichen

4. März 2009, 11:41
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Eric Schmidt bezeichnet Twitter als "Poor Man's Email System"

Google-Chef Eric Schmidt ist überzeugt, dass die Wirtschaftskrise nicht an dem Internet-Konzern vorbeigehen wird. "Am Ende werden die weltweiten Problemen der Unternehmen irgendwie auch in unsere Welt durchdringen", sagte Schmidt am Dienstag laut Medienberichten bei einer Technologiekonferenz der Investmentbank Morgan Stanley in San Francisco.

Runde Geschäfte

Das Geschäft des Google-Konzerns, der sein Geld vor allem mit Online-Anzeigen verdient, lief bisher auch in der Krise rund. Schmidt wiederholte frühere Warnungen, das Unternehmen sei trotzdem nicht immun gegen den Abschwung. Google leitete in den vergangenen Monaten bereits erste Sparmaßnahmen ein.

"Poor Man's Email System"

Für Schlagzeilen sorgt ein Sager von Schmidt. Er bezeichnete Twitter als "Poor Man's Email System".  Allerdings betonte er, dass dies seine Einschätzung als Informatiker sei und er Twitter ein "wunderbarer Erfolg" sei, der für neue Möglichkeiten der Kommunikation sorgt.

"Ich nutze Google Maps"

Die neue Chefin des Konkurrenten Yahoo!, Carol Bartz, hielt sich bei der Konferenz weiter bedeckt zur Zukunft des Suchmaschinen- Geschäfts ihres Unternehmens, an dem weiterhin der Software-Riese Microsoft interessiert ist.

Eventuelle Gespräche mit dem Windows-Konzern würden hinter verschlossenen Türen geführt werden, sie habe keinen öffentlichen Kommentar.
Bartz, die vor einigen Tagen das Top- Management des Unternehmens massiv umgekrempelt hat, erzählte, sie habe bei Yahoo! eine Art "Pranger" für schlecht laufende Produkte und Dienste eingeführt. Die könnten am Ende eingestellt oder verkauft werden. Namen nannte sie nicht, zeigte sich jedoch eindeutig umzufrieden mit dem Yahoo!-Kartendienst: "Ich nutze Google Maps", sagte sie der "Financial Times" zufolge. (APA/dpa/red)

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