Mandatsverschiebung zu Gunsten der Frauen

4. März 2009, 11:40
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Elf der 36 MandatarInnen werden durch neue ersetzt, Frauenanteil wird von 13 auf 14 leicht ansteigen - Grüne bei 50 Prozent

Salzburg - Die Salzburger Landtagswahl dürfte dem Landesparlament eine ordentliche Blutauffrischung bescheren: Elf der 36 MandatarInnen werden durch neue ersetzt, der Frauenanteil wird von 13 auf 14 leicht ansteigen. Eine Frauenquote von 50 Prozent erreichen allerdings nur die Grünen und annähernd die SPÖ (47 Prozent), die ÖVP kommt etwas über ein Drittel, bei der FPÖ ist nur eine von fünf Abgeordneten eine Frau. Freilich könnte sich diese von der APA ermittelte Mandatsverteilung noch ändern - am stärksten wären die Umwälzungen, sollte eine der Großparteien aus der Regierung fliegen.

Die SPÖ kann ihren Frauenanteil trotz der zwei verlorenen Mandate in etwa halten: Nach derzeitigem Stand sind sieben von 15 roten Abgeordneten Frauen (bisher waren es acht von 17). Was die genaue Mandatsverteilung angeht, gibt es bei der SPÖ dem Vernehmen nach noch einige Fragezeichen. Unter der Voraussetzung, dass die Regierungsmannschaft unverändert bleibt und alle in den Bezirken gewählten MandatarInnen ihre Grundmandate annehmen, müssten jedenfalls drei neue Rote in den Landtag einziehen: "Festspiel-Arzt" Josef Schlömicher-Thier aus Neumarkt am Wallersee, Anja Hagenauer aus Salzburg und SJ-Chefin Nicole Solarz. Nicht geschafft hat es unter anderem AK-Vizepräsident Walter Androschin, an der Wiederwahl gescheitert ist Veronika Schuster, die an unwählbarer Stelle kandidiert hat.

Zwei ÖVP-Frauen mehr

Für der ÖVP dürften statt bisher drei künftig fünf Frauen im Landtag sitzen (knapp 36 Prozent). Neu dabei sind der Flachgauer Bezirksobmann Josef Schöchl, die Bäuerin Theresia Neuhofer, die Stuhlfeldener Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher, der Halleiner Bürgermeister Christian Stöckl und die Unternehmerin Petra Nocker-Schwarzenbacher. Verändern könnte sich die Zusammensetzung bei SPÖ und ÖVP noch durch die Wahlkarten-Auszählung (was als unwahrscheinlich gilt) sowie durch interne Umreihungen. Massive Umwälzungen würde es aber wohl nur geben, wenn eine der beiden Großparteien aus der Regierung fliegen sollte und die jeweiligen Regierungsmitglieder auf ihre Landtagsmandate zurückkehren.

Blaue Quoten-Frau

Die FPÖ gewinnt zwar zwei Mandate dazu, Rosemarie Blattl wird aber trotzdem die einzige blaue Abgeordnete im Landtag bleiben. Neu einziehen werden Ernst Rothenwänder und Friedrich Wiedermann. Bei den Grünen bleibt Parteichef Cyriak Schwaighofer im Landtag, Abgeordnete Heidi Reiter scheidet aber aus. Sie hatte am vierten Listenplatz und damit an unwählbarer Stelle kandidiert. Die Frauenquote von 50 Prozent bleibt in der Grünen Mini-Fraktion aber erhalten - Nachfolgerin wird Astrid Rössler.

Voraussichtlich keine Veränderungen gibt es bei den BundesrätInnen der SPÖ. Susanne Neuwirth und Manfred Gruber dürften ihr Mandat behalten. Auch ÖVP-Bundesrat Josef Saller wird voraussichtlich verlängert. Der Bürgermeister von Wals-Siezenheim und ÖVP-Fraktionschef im Bundesrat, Ludwig Bieringer, hat dagegen schon im Vorjahr seinen Abschied aus der Länderkammer angekündigt. Ihm soll der Leiter der Finanzabteilung der Bezirkshauptmannschaft Zell am See und Bürgermeister von Taxenbach, Franz Wenger, nachfolgen. (APA)

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