ProSiebenSat.1 streicht Dividende

4. März 2009, 08:47
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München - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat1 ist 2008 tief in die Verlustzone gerutscht und streicht seinen Stammaktionären die Dividende. Der Jahresverlust liegt bei 129,1 Mio. Euro nach 89,4 Mio. Euro Überschuss im Vorjahr, wie der Münchner Konzern am Mittwoch mitteilte. Eine Wertminderung von 180 Mio. Euro auf die Mitte 2007 für 3,3 Mrd. Euro gekaufte europäische Sendergruppe SBS habe zu den roten Zahlen geführt.

Der Umsatz habe um 13 Prozent auf 3,05 Mrd. Euro zugelegt, wobei die erstmalig auf Jahresbasis konsolidierte SBS allein gut eine Milliarde Euro beigesteuert habe. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz allerdings um sieben Prozent gesunken.

Aufgrund des Verlustes und der ungewissen Aussichten senkt ProSiebenSat.1 die Dividende auf 0,02 Euro je Vorzugsaktie. 2007 waren es noch 1,25 Euro. Die Stammaktien-Dividende werde sogar komplett gestrichen. Im Vorjahr hatten sich die Hauptaktionäre Permira und KKR, die das Gros der Stammaktien halten, hohe Ausschüttungen genehmigt und waren deshalb in die Kritik geraten.

Einen Ausblick auf das Jahr 2009 wagt ProSiebenSat.1 unter Verweis auf die schwierige Konjunkturlage noch nicht. Geplante Kosteneinsparungen sollten sich positiv auf den bereinigte operativen Gewinn auswirken. (APA/Reuters)

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