Oppositionsführer wegen Spendenskandal unter Druck

5. März 2009, 09:32
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Ermittler durchsuchen Wahlkreisbüro - Ozama soll 170.000 Euro von Lobbygruppen angenommen haben

Tokio - Der japanische Oppositionsführer Ichiro Ozawa gerät im Zusammenhang mit einem Spendenskandal immer stärker unter Druck. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press durchsuchten Ermittler am Mittwoch das Wahlkreisbüro des Vorsitzenden der Demokratischen Partei im Bezirk Iwate im Norden des Landes. Am Dienstag war bereits ein enger Mitarbeiter Ozawas wegen Verdachts auf illegale Parteienfinanzierung festgenommen worden. Er soll zwischen 2003 und 2006 umgerechnet 170.000 Euro von Lobbygruppen angenommen haben, die im Auftrag einer großen Baufirma arbeiteten.

Ozawa wies am Mittwoch Rücktrittsforderungen zurück. "Ich muss mich für nichts schuldig fühlen", sagte der Oppositionsführer bei einer Pressekonferenz in Tokio. Sein Mitarbeiter habe bei der Annahme des Geldes nicht gegen die Gesetze zur Parteienfinanzierung verstoßen. Die Vorwürfe sind ein Rückschlag für die Demokratische Partei, die in den Umfragen weit vor den Liberaldemokraten von Regierungschef Taro Aso liegt, der bis spätestens September Neuwahlen anberaumen muss. (APA)

 

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    Keinen Grund zu Lachen hat Oppositionschef der Demokraten Ichiro Ozawa

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