UN-Sicherheitsrat verurteilt Mordanschläge

4. März 2009, 06:46
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Interimspräsident bittet internationale Gemeinschaft um Hilfe

New York/Bissau - Der UN-Sicherheitsrat hat die Morde an dem Präsidenten und dem Generalstabschef von Guinea-Bissau scharf verurteilt. Die Regierung des westafrikanischen Landes müsse die Verantwortlichen für die Anschläge zur Rechenschaft ziehen, forderte der Sicherheitsrat am Dienstag in New York. Außerdem rief das Gremium die politische Führung, die Armee und die Bevölkerung des Landes auf, Ruhe zu bewahren und die verfassungsmäßige Ordnung zu achten.

Monatelanger Konflikt

Der langjährige Präsident Guinea-Bissaus, João Bernardo Vieira, war am Montag von Soldaten erschossen worden, nachdem wenige Stunden zuvor der Armeechef Tagmé Na Waié bei einen Bombenanschlag ums Leben gekommen war. Zwischen der Armee und Vieira schwelte bereits seit Monaten ein Konflikt. Das Militär versicherte allerdings, es handele sich nicht um einen Putsch.

Am Dienstag wurde der bisherige Parlamentspräsident des Landes, Raimundo Pereira, als Interimsstaatschef vereidigt. In einer Rede rief er die internationale Gemeinschaft auf, seinem Land nicht den Rücken zu kehren und bei der Wiederherstellung der Stabilität zu helfen. Gemäß der Verfassung muss der Interimspräsident innerhalb von 60 Tagen Präsidentschaftswahlen organisieren. (APA)

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