Hoher Abwertungsbedarf bei Münchener Rück

4. März 2009, 09:16
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Schlechte News aus Wien

München/Wien - Der weltgrößte Rückversicherer, die Münchener Rück, hat sich wegen der Finanzkrise von ihren mittelfristigen Zielen verabschiedet. Der Gewinn je Aktie von 18 Euro bis 2010 sei nicht mehr realistisch. Angesichts der Börsenbaisse sei die angestrebte Rendite auf Kapitalanlagen von 4,5 Prozent 2009 nicht erreichbar.

2008 schloss die Münchener Rück mit nur 2,5 Prozent ab. Im vierten Quartal 2008 sank der Gewinn um 76 Prozent auf 133 Mio. Euro. Nicht zuletzt deshalb, weil die Münchener Rück auf die 90-prozentige Beteiligung an der Bank Austria Creditanstalt Versicherungen (BA-CA) 175 Mio. Euro abschreiben mussten. Die zur Münchener Rück zählende Ergo-Versicherungsgruppe (weltweit 17 Mrd. Euro Prämieneinnahmen) hält seit 1. Oktober 2008 90 Prozent an der BA-CA Versicherung. Davor waren es knapp 30 Prozent.

Die restlichen zehn Prozent besitzt nach wie vor die Bank Austria. Als die VIG im Vorjahr die S-Versicherung erwarb hat sie ihre Anteile an der BA-CA-Versicherung an Ergo verkauft. Zur Ergo in Österreich gehören neben der BA-CA Versicherung und der Victoria Volksbanken Versicherung auch die D.A.S. Rechtsschutz Versicherung und die Quelle Lebensversicherung. Die Prämieneinnahmen der BA-CA Versicherung lagen 2007 bei 545 Mio. Euro. (cr, DER STANDARD, Printausgabe, 4.3.2009)

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