Innsbruck zieht sich zurück

4. März 2009, 10:54
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Präsidentin Dengg: "Können uns oberste Liga nicht mehr leisten" - Künftig wollen die Tiroler in der Nationalliga antreten

Innsbruck - Der HC Innsbruck zieht sich aus finanziellen Gründen mit sofortiger Wirkung aus der Erste-Bank-Liga zurück und wird ab der kommenden Saison in der Nationalliga antreten. Das gaben die im Viertelfinale gescheiterten Tiroler nach einer Sitzung mit dem Vorstand von Hauptsponsor Tiroler Wasserkraft bekannt.

"Das war eine klare Vernunftentscheidung. Wir müssen sparen", meinte Obmann Günther Hanschitz in einer ersten Reaktion. "Mir tut es sehr leid, aber wir können uns die oberste Liga einfach nicht mehr leisten", erklärte Präsidentin Agnes Dengg.

Für die vergangene Saison hatte das Budget 2,5 Mio. Euro betragen. Die Innsbrucker hatten versucht, einen um ein Drittel verringerten Haushalt Budget auf die Beine zu stellen, scheiterten jedoch schlussendlich. "Nach einer Konsolidierungsphase in den kommenden Jahren" will der Klub aber wieder den Weg in die höchste Liga suchen. In der Nationalliga sollen vermehrt einheimische Spieler in den Kader eingebaut werden.

Tiroler Wasserkraft wird in den kommenden zwei Jahren als Sponsor behalten bleiben, allerdings natürlich in schlankerer Form. Die Erwartungen waren vor Saisonbeginn groß gewesen. Umso enttäuschender verlief dann der Grunddurchgang, in dem man als Achter gerade noch ins Play-off gerutscht war. Dort war dann in der best-of-seven-Serie gegen den KAC mit 2:4 Endstation.

Durch die schwachen Leistungen litt der Besuch. Laut Obmann Hanschitz fehlten über die Saison gesehen insgesamt 30.000 Zuschauer auf die kalkulierte Menge. Logisch, dass dadurch gleich mehrere hunderttausend Euro in der Kassa fehlen. Für Präsidentin Dengg fehlt auch das ganz große Interesse der Innsbrucker am Eishockeysport: "Selbst wenn die gesamte NHL aufs Eis laufen würde, kämen in Innsbruck nicht mehr als 4.000 Leute in die Halle."

Dengg wunderte sich auch, wie sich - mit Ausnahme von Red Bull Salzburg - die anderen Vereinen, vor allem jene aus Ungarn und Slowenien, die hohen Liga-Kosten leisten können.

 

 

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