Töne, Schnäpse, Scherben

3. März 2009, 19:14
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O'Death: Alte Folk-, Country- und Bluegrass-Songs werden durch den Punk-Fleischwolf gedreht

Etliche Kompilationsalben mit uralten US-Folksongs beinhalten eine Version des Bergarbeiterlieds "O Death". Die Fassung von Ralph Stanley ist etwa auf dem Soundtrack zum Coen-Brüder-Film "O Brother, Where Art Thou?" zu finden. Seit 2003 gibt es jetzt eine Band, die genauso wie das Traditional heißt: O'Death. Schlagwerker David Rogers-Berry wuchs tatsächlich im Hillbilly-Land auf. Gabe Darling (Banjo, Ukulele), Othar The Tooth Collector (Bass), Bob Pycior (Fiedel), Dan Sager (Posaune) sowie Sänger und Gitarrist Greg Jamie vervollständigen das Sextett, das sich in New York kennengelernt hat. Schon die erste, in Heimarbeit hergestellte CD "Carl Nemelka Family Photographs" zeigt die Richtung an: Alte Folk-, Country- und Bluegrass-Songs werden durch den Punk-Fleischwolf gedreht. Dazwischen ab und zu ein verhatschter Walzer im Tom-Waits-Stil oder eine Trauerballade. Meist gilt live nur ein Motto: volle Kraft ins Chaos. Nicht von ungefähr heißt das aktuelle Album "Broken Hymns, Limbs And Skin". (dog/DER STANDARD, Printausgabe, 4. 3. 2009)

>> 7. 3., Kino Ebensee, Ebensee, (06133) 63 08. 20.30

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