Rumpelstilzchen und Wunderkind

3. März 2009, 19:00
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Keith Flint von The Prodigy predigt am Sonntag im Wiener Gasometer die heilige Wumme

Die fetten Jahre von The Prodigy sind auch schon eine Weile her. Mitte der 1990er wurden sie mit Alben wie "Music For The Jilted Generation" (1994) oder "The Fat Of The Land" (1997) sowie der Über-Single "Firestarter" zu Crossover-Weltstars, die ihr punkiges Technogeprügel mit der Rumpelstilzchen-Attitüde ihres Frontmanns Keith Flint in die globale Dorfdisco brachten. Die Briten vermengten diverse Techno-Spielarten zu einer großen Wumme, dem Big Beat, dessen Pop-Appeal diesen Erfolg ermöglichte. Außerdem liebt das Publikum ja die Verrückten, und diese Rolle verstand Flint bestens zu verkörpern. Bis heute.

Eben ist das neue Album "Invaders Must Die" erschienen, das am Sonntag im Gasometer (3. Guglgasse 8. 20.00) seine Live-Qualitäten beweisen wird müssen. Große Überraschungen bietet das Album nicht, es handelt sich dabei allerdings durchaus um Qualitätsarbeit: Prodigy-Hausmarke. Außerdem: Was gibt es Schöneres, als sich wieder einmal ordentlich die Ohrwascheln durchputzen zu lassen? Sich regenerieren kann der in die Jahre gekommene Raver ja am Montag im Büro.

Außerdem: Die deutschen Punk-Beat-Rocker Angelika Express sind auf Tournee. Gemeinsam mit der seelenverwandten heimischen Band Kommando Elefant stehen sie an drei Abenden auf österreichischen Bühnen - und tun dort sympathisch und überzeugend Gutes. (flu/DER STANDARD, Printausgabe, 4. 3. 2009) 

>> 5.3. B72, Wien. 21.00

>> 6. 3. PPC, Graz. 20.00

>> 7. 3. Volkshaus Klagenfurt. 20.00

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