Constantini ist ein heißer Tipp

3. März 2009, 18:59
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Stichtag für Brückner-Nachfolge ist der 11. März - Tscheche zeigte sich über Inszenierung seines Abschieds erstaunt

Wien - Am Dienstag wurde im ÖFB die Trennung von Teamchef Karel Brückner aufgearbeitet. Der nicht gerade als Plaudertasche verschriene Tscheche hatte sich über die Inszenierung des Abgangs erstaunt gezeigt. In seiner Heimat sagte er am Montagabend einer Nachrichtenagentur: "Die vergangenen Tage sind mir seltsam vorgekommen." Er selbst habe nämlich bereits am 23. Februar um die einvernehmliche Auflösung seines Vertrags ersucht. "Das wurde auch akzeptiert."
ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig bestätigte das Treffen mit Brückner in Wien und auch den Inhalt. Dass der damals nicht anwesende Leo Windtner erst eine Woche später quasi offiziell wurde, sei keine billige Inszenierung gewesen. "Er war ja noch nicht im Amt, konnte das nicht solo entscheiden. Auch ich war nur Generalsekretär. Außerdem wollte Windtner mit Brückner persönlich telefonieren - aus Respekt."

Windtner wird in den nächsten Tagen oft telefonieren. Bis spätestens 11. März soll der neue Teamchef gefunden sein (egal, ob kurz- oder langfristig), das hat der ÖFB-Präsident versprochen. Wahrscheinlich wird er die Frist unterschreiten. Didi Constantini gilt als Topfavorit, der Tiroler ist die personifizierte Feuerwehr im österreichischen Fußball, ein Krisenmanager. Zudem wäre Constantini frei. Bei Franco Foda (vorausgesetzt, er will überhaupt) müsste der ÖFB eine Ablöse an Sturm Graz zahlen, darauf besteht Klubpräsident Hans Rinner.

Generell wurde die Trennung von Brückner begrüßt. Liga-Präsident Martin Pucher: "Es ist sehr schnell Ernüchterung eingekehrt." Frenkie Schinkels, der Trainer von Austria Kärnten: "Die Ehe hat einfach nicht gepasst." Teamkapitän Andreas Ivanschitz hat sich auch brav zu Wort gemeldet. Die Schuld an den schwachen Leistungen trage nicht allein Brückner, "vielmehr müssen wir Spieler, um zukünftig erfolgreich sein zu können, wieder als echte Mannschaft auftreten. Die Entwicklung kam keineswegs überraschend." (hac - DER STANDARD PRINTAUSGABE - 3.3. 2009)

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