"Mangel in der Kommunikation"

3. März 2009, 16:39
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Prag - Die tschechische Presse hat am Dienstag vor allem mangelnde Kommunikation als Grund für das Ende der Teamchef-Ära von Karel Brückner ausgemacht. Der 69-Jährige aus Olmütz habe sich "ziemlich sporadisch zu den österreichischen Meisterschaftsspielen begeben und hielt sich mit Ausnahme der Teamzusammenführung nicht in Wien auf" stellte "Sport" fest. Die Sport-Tageszeitung warf Brückner insbesondere "einen Mangel in der Kommunikation mit der 'Gegenseite' in Österreich" vor.

"Offensichtlich war sich Brückner nicht bewusst, dass er sich in Österreich nicht das erlauben konnte, war ihm bei uns verziehen worden ist", zog "Sport" ein für den tschechischen Ex-Teamchef nicht unbedingt schmeichelhaftes Resümee. Bereits in Tschechien war Brückner wegen seiner oft starrsinnigen und unkommunikativen Art nicht unumstritten gewesen. Auch dort war er nur sehr selten in Prag zu sehen gewesen.

"Die österreichischen Verantwortlichen waren sich der Art von Brückner bewusst, seiner unveränderten Methoden, seines Eigensinns. Aber sie haben auf ihn gesetzt", meinte die Tageszeitung "Lidove noviny". Einzig "Mlada fronta Dnes" betonte, dass die zuletzt wenig berauschenden Leistungen der österreichischen Nationalmannschaft nicht auf die Person des Teamchefs zurückzuführen seien: "Mit und ohne Brückner kann sich Österreichs Fußball nur sehr schwer mit der europäischen Elite messen." (APA/AFP)

 

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