Wiener Opposition stößt sich an "Uniformen-Salat"

3. März 2009, 14:50
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Verwunderung über Häupl-Aussage, 4.000 Ordnungskräfte zu schulen

Die Wiener Opposition stößt sich an der Vielzahl der Ordnungsorgane der Bundeshauptstadt und ihrem Outfit, nachdem Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag gegenüber der "Kronen Zeitung" von "4.000 Ordnungskräften, die direkt oder indirekt im Sold der Stadt Wien stehen", gesprochen hatte. Offensichtlich habe Häupl hier Bademeister und Stadtgärtner miteingerechnet, vermutete FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in einer Aussendung.

Auch sei die Formulierung seltsam, wenn Häupl davon spreche, diese Kräfte seien zu wenig koordiniert und zu wenig aufmerksam. "Was haben diese Kräfte nach Häupls Meinung bis jetzt gemacht - sind sie unkoordiniert bzw. inaktiv in der Gegend herum gestanden?", so Strache, der erneut die Forderung nach einer Sicherheitswacht erhob.

"Der Kapperl-Wahnsinn geht weiter"

In diesem Zusammenhang untermauerte auch die ÖVP ihre Forderung nach einer Stadtwache, um der Vielzahl der Uniformen und Ordnungsorgane Herr zu werden: "Der Kapperl-Wahnsinn geht weiter. Der Virus scheint unaufhaltbar", konstatierte Sicherheitssprecher Wolfgang Ulm. Stattdessen führe die SPÖ alle paar Monate einen neuen Ordnungsdienst ein. Dabei könnten einheitliche Uniformen im Stadtbild in hohem Maße kriminalpräventiv wirken und einen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung leisten.

Auch die Grüne Klubobfrau Maria Vassilakou übte scharfe Kritik an Häupl: "Zwischenmenschliche Alltagskonflikte lassen sich nicht mit einem 'Uniformen-Salat' lösen." Eine Verunsicherung der Bürger durch den Wirrwarr aus Waste-Watchern, Nightwatchern, Schwarz-, Weiß- und Blaukapplern, Natur- und Rathauswache sowie Ordnungsberatern sei die einzige Folge. Stattdessen müsse man wirkungsvolle Präventionsarbeit und gezielte Konfliktmediation setzen: "Häupl verwechselt Lebensqualität mit der lückenlosen Überwachung aller Lebensbereiche." (APA)

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