Schwarzenegger: "Protektionismus ist böse"

3. März 2009, 14:25
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Potenzial für "Green IT"

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat sich auf der CeBIT mit klaren Worten gegen jede Form von Protektionismus gewandt. Wer seine eigene Volkswirtschaft in der Krise gegen die Welt abschotte, verfalle in die Fehler der 30er Jahre, sagte Schwarzenegger am Dienstag vor Beginn einer deutsch-kalifornischen Hightech-Konferenz in Hannover. "Protektionismus ist böse", erklärte der in Österreich geborene Politiker und ehemalige Schauspieler.

"Wir sollten ein Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems", sagte Schwarzenegger. Bei der CeBIT gehe es um die Vernetzung der gesamten Welt. Eine Schließung der Grenzen gegen den internationalen Handel würde letztlich nur die Verbraucher bestrafen. Der republikanische Politiker wandte sich damit nicht zuletzt gegen Bestrebungen in den USA, unter dem Motto "Buy American" die Arbeitsplätze im eigenen Land zu schützen.

Schwarzenegger ging besonders auf die Cebit-Angebote zu umweltfreundlicher Technik ein und sagte, die "Green IT" biete ein riesiges Potenzial, um mehrere zehntausend Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei diene Deutschland Kalifornien als Vorbild, sagte Schwarzenegger: "Deutschland ist eine Art Inspiration für uns geworden, wenn es um Wind- und Sonnenenergie geht."

Auch der deutsche Wirtschaftswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg plädierte dafür, der Wirtschaftskrise mit mehr Zuversicht zu begegnen. Er dankte Schwarzenegger für den "emotionalen Schub", den er auf die Cebit gebracht habe. Es gebe "exzellente Möglichkeiten der Kooperation" mit Kalifornien, die gerade in der umweltfreundlichen Technik genutzt werden sollten. (APA/AP)

 

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