Krise frisst Gewinne auf

3. März 2009, 13:40
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Der Dow Jones verlor innerhalb von eineinhalb Jahren mehr als die Hälfte, der ATX fiel seit seinem Allzeithoch Mitte 2007 auf weniger als ein Drittel

Wien  - Seit Beginn der Finanzkrise sind an den internationalen Börsen Abermilliarden Euro an Marktkapitalisierung verpufft. Der US-amerikanische Dow Jones und der heimische ATX haben sich in den letzten Jahren mehr oder weniger kontinuierlich nach oben gearbeitet - alles umsonst, denn nun sind die Gewinne wieder weg. Der Dow Jones notierte im Jahre 1995 noch bei weniger als 4.000 Punkten und schaffte es am 12. Oktober 2007 auf sein Allzeithoch von 14.093,08 Zählern. Von diesem Zeitpunkt bis jetzt, also binnen knapp 17 Monaten, wurde dann mehr als die Hälfte der Gewinne wieder aufgefressen.

Ebenso drastisch das Bild des österreichischen ATX. Ende Oktober 1995 dümpelte der heimische Leitindex noch bei weniger als 900 Punkten dahin. Ab 2003 ging es dann, nach langen unspektakulären Jahren, steil nach oben. Sein Maximum von 4.971,37 Punkten erreichte der ATX schließlich am 6. Juli 2007. Vom Allzeithoch bis heute, innerhalb von 20 Monaten, sind gut zwei Drittel des Werts wieder weggeschmolzen. Heute Mittag notierte der ATX nur mehr bei 1.417 Punkten, also auf demselben Niveau wie vor rund sechs Jahren.

Dow auf Zwölf-Jahres-Tief

Am Montag fiel der Dow Jones, getrieben von der Angst, erstmals seit Oktober 1997 unter die Marke von 7.000 Punkten. Die neuerliche Finanzspritze für den strudelnden US-Versicherungsriesen AIG und dessen Rekordverlust im Schlussquartal hatten den Börsianern die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Geschlossen hat der Dow Jones dann bei 6.763,29 Einheiten, auf dem tiefsten Kursniveau seit April 1997. (APA)

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