Entflohener Häftling nach Flucht durch Bach geschnappt

3. März 2009, 13:18
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Signalschüsse konnten mutmaßlichen Räuber nicht stoppen, Polizisten mussten Mann umzingeln

Auf einem Feld  im niederösterreichischen Ort Gaming (Bezirk Scheibbs) endete Montagnachmittag die Flucht eines Wiener U-Häftling aus der Justizanstalt Josefstadt. Der mutmaßliche Räuber versuchte noch, sich hinter einem Kebapstand zu verschanzen, wurde aber gleich bemerkt. Daraufhin kam es zu einer Verfolgungsjagd über Wald und Wiese sowie durch einen Bach.

Selbst durch sieben Signalschüsse in die Luft ließ den Mann zunächst nicht abschrecken - er lief weiter. Erst nach mehreren hundert Metern endete die Flucht, die Beamten hatten den U-Häftling nach einem Wettlauf bis zu einem Wald, über Hügel und durch einen Bach eingeholt und umzingelt.

Bereits am Sonntag hätten die Ermittler den 29-Jährigen beinahe geschnappt. Hinweise, er halte sich in Bad Gastein auf, waren zwar richtig, kamen aber zu spät. Als die Polizei eintraf, war der Flüchtige offenbar schon unterwegs nach Gaming. Offenbar habe der Flüchtige gehofft, dort Kontaktpersonen zu treffen, die ihn schützen könnten, so Neuberger. Stattdessen wurde er in dem kleinen Ort am Montag gegen 15.00 Uhr gestellt, nachdem er völlig unbehelligt auf der Straße herumspaziert war.

Der Mann war am Vormittag des 26. Februar bei Elektrikerarbeiten außerhalb der Justizanstalt Josefstadt in einem unbeobachteten Moment geflohen.  (APA)

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