Prozess um Abfertigung für Ex-Chef Huber vertagt

3. März 2009, 12:16
2 Postings

Wien - Der Prozess, mit dem Ex-ÖBB-Chef Martin Huber von seinem früheren Arbeitgeber die Auszahlung seiner Abfertigung erzwingen will, ist auf den 25. März vertagt worden. Bei einem Verhandlungstermin am Montag hat die Richterin Elfriede Dworak den beiden Streitparteien nahegelegt, sich zu vergleichen, berichten Zeitungen in ihren Dienstagausgaben.

Wie berichtet hat Huber die Ausbezahlung von 837.000 Euro für eine Konsulententätigkeit eingeklagt, mit der die die Restlaufzeit von Hubers Vertrags abgegolten bzw. eine Art Abfertigung ausbezahlt werden sollte. Die ÖBB hat Zahlungen bisher u.a. mit der Begründung verweigert, Huber habe Managementfehler gemacht.

Hubers Klage richtet sich nicht nur gegen die ÖBB, sondern auch gegen deren Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker, der zusammen mit seinem Stellvertreter Eduard Saxinger den Konsulentenvertrag mit Huber unterschrieben hat (ohne formellen Beschluss des Aufsichtsratspräsidiums).

Huber sagte in der Verhandlung, er habe Pöchhacker, der sein Chef und bzw. Vorstandskollege in der Porr gewesen war, vertraut, wie das "WirtschaftsBlatt" schreibt. Die Abfertigung/der Konsulentenvertrag für Huber war nach dem bekanntwerden politisch schwer unter Beschuss gekommen.

Den Wert der verbleibenden Restlaufzeit seines Vorstandsvertrags bis Ende Oktober bezifferte Huber mit 340.000 Euro. Der zweite große Teil der Abfertigung von 357.000 Euro war als Erfolgsprämie für die (katastrophal schief gegangenen) Finanzgeschäfte mit der Deutschen Bank konzipiert. Nach Darstellung des Ex-ÖBB-Managers handelt es sich dabei aber um einen vereinbarten Bonus für das Geschäftsjahr 2007, der ihm aus politischen Gründen verwehrt worden sei. Die erste Rate im Konsulentenvertrag wäre im Mai 2008 - zwei Monate nach seinem Abgang - fällig geworden,

Am 25. Mai soll weiterverhandelt werden. (APA)

Share if you care.