Yahoo verweigerte Hilfe für Betrugsfahnder - Geldstrafe

3. März 2009, 11:15
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Unternehmen hielt Personendaten geheim

Der Internetanbieter Yahoo hat belgischen Betrugsfahndern seine Hilfe verweigert und muss deshalb eine Geldstrafe von 55.000 Euro zahlen. Ein Gericht in Dendermonde verurteilte das Unternehmen am Montag außerdem zur Zahlung eines Zwangsgeldes von 10.000 Euro, wenn es weiterhin bestimmte Personendaten geheim hält.

"Aber wir meinen, dass Yahoo genauso gut belgisch ist, wenn sie auch in unserem Land ihre Dienste anbietet"

Die Staatsanwaltschaft war nach Informationen der belgischen Nachrichtenagentur Belga einer Betrügerbande auf die Spur gekommen, deren Mitglieder Email-Adressen mit erfundenen Namen bei Yahoo eingerichtet hatten. Das Unternehmen weigerte sich, den Ermittlern die wahre Identität der Benutzer offenzulegen. Yahoo meinte, die belgische Staatsanwaltschaft müsse ihre Anfrage an den Mutterbetrieb in den USA richten, weil die Firma amerikanisch sei.

"Aber wir meinen, dass Yahoo genauso gut belgisch ist, wenn sie auch in unserem Land ihre Dienste anbietet", sagte Staatsanwalt Jan Kerkhofs. "Wenn die Staatsanwaltschaft also nach Daten fragt, muss sie die herausgeben. Bei Google und Microsoft beispielsweise ist das kein Problem." Die Richter in Dendermonde verurteilten Yahoo zur höchstmöglichen Strafe. (APA/dpa)

 

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