Kampf dem Brustkrebs

4. März 2009, 17:00
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Die laufende Verbesserung der Diagnoseverfahren sorgt dafür, dass Brustkrebs im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung immer früher erkannt wird und die Chancen auf Heilung steigen

Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu sterben, ist seit den 1990er-Jahren stark gesunken. Grund dafür sind Vorsorgeuntersuchungen. Für die Früherkennung ist die Mammographie derzeit noch unverzichtbar. Die Brust wird dabei mit einer energiearmen sogenannten weichen Röntgenstrahlung durchleuchtet, die Details im Drüsengewebe besonders gut sichtbar macht. Im Erprobungsstadium ist ein neues 3D-Verfahren, die Tomosynthese. Ähnlich wir bei einer Computertomographie werden Schichten der Brust berechnet, in denen das Gewebe in unterschiedlichen Lagen getrennt dargestellt wird.

Mammographie und Ultraschall

Sehr gut stehen die Chancen auf ein korrektes Ergebnis auch, wenn zusätzlich zur Mammographie mit Ultraschall untersucht wird. Siemens hat ein neues automatisiertes Ultraschallgerät mit größerem Schallkopf für die Brustuntersuchung entwickelt, das von drei Seiten an die Brust gelegt wird. An der Workstation sehen die Radiologen dann das Gewebe von allen Seiten.

Auch die Magnetresonanztomographie (MRT) kann zur Brustkrebsdiagnose eingesetzt werden. Mit MRT kann man sogar die Bildung neuer Blutgefäße zeigen, die ein Tumor zum Wachsen benötigt - ein Indiz für ein sehr frühes Stadium der Tumorentstehung. Für die Operationsplanung liefert die MRT mit höchster Auflösung die genaue Ausdehnung des Tumors. Als weitere MRT-Anwendung wird sich in Zukunft auch die Brustspektroskopie etablieren, die Stoffwechselprodukte oder biochemische Zustände in den Zellen erfasst, was Rückschlüsse auf die Bösartigkeit erlaubt. (4.3.2009)

  • Mammographie ist derzeit für die Früherkennung von
Brustkrebs unverzichtbar. Parallel dazu werden Ultraschall und
Magnetresonanz weiter entwickelt.
    foto: siemens

    Mammographie ist derzeit für die Früherkennung von Brustkrebs unverzichtbar. Parallel dazu werden Ultraschall und Magnetresonanz weiter entwickelt.

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