Psion will Anspruch auf Markenname "Netbook" durchsetzen

3. März 2009, 10:50
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Gegenklage eingereicht - Intel wollte Löschung des Begriffs erreichen, nachdem Psion Abmahnung verschickt hatte

Der Streit rund um den Begriff "Netbook" begibt sich auf die nächste Eskalationsstufe: Auf die aktuellen rechtlichen Schritte von Intel und Dell reagiert man beim kanadischen Hardware-Hersteller Psion Teknologix erwartungsgemäß wenig entzückt und hat Gegenklage eingereicht.

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In dieser wirft Psion Intel vor, dass das Unternehmen den geschützten Begriff "Netbook" bewusst und in arglistiger Manier zur Werbung für die eigenen Produkte einsetze. Damit würden die eigenen Markenrechte verletzt, Intel versuche sich auf Kosten von Psion zu bereichern. Entsprechend verlangt man von Intel Schadenersatz, eine Jury soll über dessen Höhe entscheiden.

Vorgeschichte

Die Geschichte hatte ihren Anfang darin genommen, dass Psion eine Fülle von Abmahnbriefen an Unternehmen und Webseiten verschickt hat, in denen verlangt wird, dass die Verwendung des Begriffs Netbook für kostengünstige Mini-Laptops einzustellen sei. Das Unternehmen hatte tatsächlich vor rund 10 Jahren ein eigenes Produkt mit diesem Namen herausgebracht, eine Linie, die allerdings längst eingestellt sei.

Löschung

Darauf hat sich in Folge auch Intel berufen und mit einer eigenen Klage die Löschung des Markeneintrags für den Begriff "Netbook" verlangt, dieser werde schon lange nicht mehr im ursprünglichen Sinne verwendet und bezeichne mittlerweile eine neue Geräteklasse. Eine Argumentation, der sich wenige Tage später auch Dell angeschlossen hat und eine Löschung der Marke beim US-Marken- und Patenamt beantragt hat. (red)

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