Ex-Chef verklagt US-Versicherer AIG

3. März 2009, 09:38
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Nach dem Rekordverlust im vierten Quartal droht dem US-Versicherungsgiganten AIG weiteres Unheil

Ex-Firmenchef Maurice "Hank" Greenberg, der größter Einzelaktionär bei AIG ist, hat den Konzern wegen Betrugs verklagt. Er wirft dem Unternehmen vor, ihn bei der Zuteilung von Aktien im Rahmen seiner Abfindung falsch über die finanzielle Lage der Firma informiert und Risiken bei den Kreditderivaten verschwiegen zu haben. Eine AIG-Sprecherin wies die Vorwürfe am Montag als unbegründet zurück.

Greenberg hat nach eigenen Angaben am 30. Jänner 2008 AIG-Aktien zu einem Kurs von 54,37 Dollar (43,16 Euro) erhalten. Am Montag schlossen die Papiere bei 42 Cent. Er fordert von AIG den Differenzbetrag zurück und zudem eine Erstattung von Steuern von mehr als 70 Millionen Dollar. Greenberg war knapp vier Jahrzehnte AIG-Chef, bevor er im März 2005 vom damaligen New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer aus dem Amt gedrängt wurde.

AIG hatte am Montag einen Fehlbetrag von 61,7 Milliarden Dollar im vierten Quartal bekanntgegeben - der größte Verlust in der Wirtschaftsgeschichte. Im Gesamtjahr betrug das Minus knapp 100 Milliarden Dollar. Verantwortlich sind vor allem Fehlinvestitionen, Abschreibungen und Restrukturierungskosten. Die US-Regierung musste den einst weltgrößten Versicherer innerhalb weniger Monate zum dritten Mal vor der Pleite retten.(APA)

 

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    Hank Greenberg

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