Schweiz im zweiten Halbjahr 2008 in Rezession gefallen

3. März 2009, 08:27
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BIP im vierten Quartal um 0,6 Prozent zurückgegangen

Bern - Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Halbjahr 2008 erstmals seit über fünf Jahren in eine Rezession gestürzt. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte im letzten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig wurden die Zahlen für das zweite Quartal nach unten revidiert. Demnach war ein Rückgang von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Mit zwei rückläufigen Quartalen in Folge ist die Wirtschaft damit nach gängiger Definition im zweiten Halbjahr in eine Rezession gefallen.

Letztmals war dies im Winter 2002/2003 der Fall gewesen. Der Blick auf die Daten des vierten Quartals zeigt weiter, dass das BIP im Vorjahresvergleich um deutliche 0,6 Prozent zurückging. Im ganzen Jahr 2008 gab es damit noch ein Wachstum von 1,6 Prozent, verglichen mit 3,3 Prozent im Jahr 2007. Bisher war das Seco in seinen Prognosen noch von einem Wachstum von 1,9 Prozent im ganzen Jahr ausgegangen. Am stärksten war der Einbruch im Schlussquartal im Außenhandel, während der private Konsum noch leicht wuchs. Klar rückläufig waren auch die Investitionen. Die rezessive Entwicklung der Schweizer Wirtschaft wird laut allen Konjunkturprognosen im laufenden Jahr anhalten. (APA)

 

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