Russland erhöht Schutzalter für Robben deutlich

18. März 2009, 13:21
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Nicht nur Babys, sondern auch Tiere bis zu einem Jahr dürfen im Weißen Meer nicht mehr getötet werden

Moskau - Russland hat sein jüngstes Verbot für die Jagd auf Robbenbabys im Weißen Meer  - dem Abschnitt des Nordpolarmeers südlich der Halbinsel Kola - deutlich ausgeweitet. Von sofort an schütze das Jagdverbot Robben bis zu einem Alter von einem Jahr, sagte Umweltminister Juri Trutnew nach einem Bericht der Agentur Interfax am Mittwoch in Moskau.

"Damit ist das blutige Geschäft mit schutzlosen Tieren, das nicht als Jagd bezeichnet werden kann, bei uns wie in den meisten anderen entwickelten Ländern verboten", sagte Trutnew. Ende Februar hatte Russland eine neue Verordnung erlassen, nach der zunächst nur die Jagd auf mehrere Wochen alte Robbenbabys verboten worden war.

Tierschützer lobten die Ausweitung des Verbots durch Trutnew als "außergewöhnlich". In den vergangenen sieben Jahren waren nach Angaben des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) in Russland insgesamt 150.000 Robbenbabys wegen ihres Fells getötet worden.  (APA/dpa)

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    Alljährlich tausendfach wiederholter Vorgang in der kanadischen Arktis: Einer jungen Sattelrobbe wird der Schädel eingeschlagen.

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