Ansichtssache "Ghost Bike"

"Tote Biker-Mahn-Aktion" von Stadt rasch entfernt

4. März 2009, 15:03
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criticalmass.at

Nach nur drei Tagen hat die Stadtverwaltung vier jener fünf "Ghost Bikes" entfernt, die Rad-Aktivisten der "Criticalmass", einer Plattform ohne Organisationscharakter, Ende Februar in Wien platziert hatten. "Ghost Bikes" sind weiß gestrichene Räder, die als Mahnmale aufgestellt werden, um durch Zustammenstöße mit Lkw oder Pkw getöteter Radfahrer zu gedenken. Gleichzeitig wird damit eine höhere Wahrnehmung für Radfahrer im Fließverkehr gefordert.

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Mescalito
11
Tote Biker

bedeutet tote Motorradfahrer!

In der Stadt gibts nur Radfahrer!

Am Land auch "Mountain-Biker", aber nur dort!

Victor der Adler
10

Wenn die schon soviel zeit und Energie für Emails an die Stadtverwaltung und Petitionen haben, könnten sie gleich Anträge stellen, um die stehen zu lassen.

Ein komisches Denken: "Ich will da ein Rad stehen haben, also muss es kommen."

eman1
10
11.3.2009, 11:19
solange in österreich geschwindigkeitsbeschränkungen nicht geahndet werden

werden weiterhin schwächere verkehrsteilnehmer von pkws und lkws getötet und oder verletzt werden.

angeblich gibt es in manchen teilen österreichs sogar einen heldenkult für beonders gefährliche raser ...


Charlie, der Engel
00
10.3.2009, 10:37

wenn man die Ghostbikes an "reguläre" Radständer möglichst nahe am Unfallort platziert, dürfen die dann auch entfernt werden?

Und: Nur so ne Frage nebenbei: Wie wird das eigentlich geregelt, wenn irgendwo Fahrradleichen herumstehen und Radständer blockieren? Nach welchen System werden die entfernt, wenn sie offensichtlich besitzerlos sind? wie wird das festgestellt?

Tompkins, Mr. Tompkins
 
00
11.3.2009, 10:12
Fahrräder, die unverwendet, ...

... bzw. fahruntüchtig, aussehen, bekommen zuerst so ein Pickerl drauf, daß zu einem gewissen Datum eine Entsorgungsaktion durchgeführt wird. Wenn dann zu diesem Zeitpunkt immer noch das Rad mit Pickerl dort steht, wird es mitgenommen. Ich glaube es gibt sogar eine Versteigerung, wo diese Fahrräder teilweise wieder dem Mark zugeführt werden.

ljack
10
Radler werden in Wien immer noch als Hindernis angesehen.

Aktuelles Erlebnis vom Donnerstag:
Ich bin mit dem Rad in einer Einbahnstraße auf dem Radstreifen mit etwa 20 km/h unterwegs. Zum Überholen bleibt den Autos wenig Platz, sie müssen sich also gelegentlich gedulden. Macht auch nichts, weil ein paar Meter weiter vorne die Kolonne zum Stehen kommt, weil gerade ein Auto einparkt.
Also fahr ich vollkommen legal am Radstreifen an der Kolonne vorbei. Bis zu dem (bereits lange stehenden) Auto, dessen Fahrer mich im Rückspiegel erblickt und vorsätzlich auf den Radstreifen zieht um mich zu blocken. Darauf angesprochen, was er am Radstreifen zu suchen hat, meinte er: "I hob ka Lust di nochher wieda zu übahoin!"
Ich denke das spricht Bände...

Angelika70
01

Radler sind mitunter ein Hindernis. Zum Beispiel können sie den 48A vom Volkstheater bis zum Gürtel behindern, wenn sie die Busspur benützen und zu langsam fahren.

Da vergeht einem das Öffi-Fahren, das ja als Alternative zum Auto so angepriesen wird.

ljack
10
Was heißt "zu langsam"?

Selbst gemächliche Radler sind in der Neustiftgasse schneller als der Verkehr, der sich dort staut.
Und wenn der Verkehr eh gut fließt, dann kann der Bus problemlos ausscheren und überholen.

widiwutsch
10
Heiß; so heftig habe ich es noch nicht erlebt.

Mein kniffeligstes in-Wien-Radfahren-Erlebnis war ein Volvofahrer, der bei der Oper auf den Ring einbiegen wollte und nicht im Geringsten daran dachte, dass von rechts auch ein Radler kommen könnte. Das war spannend - wir sahen uns nach dem Beinahe-Crash eine zeitlang an; irgendwie verbinden solche Erlebnisse die Menschen in eigentümlicher Komplizenschaft.

ljack
01

P.S.: Es handelte sich übrigens um eine 30er Zone, der Geschwindigkeitsvorteil bei rechtskonform fahrenden Autofahrern würde sich also in Grenzen halten.

PlanB
20

Viele Postings hier sind eine Beleidigung der Opfer. Ohne die genauen Umstände zu kennen, wird hier verallgemeinert oder einfach nur gegen Radfahrer geschimpft.

Parkschwein
33
die einen solche dodeln wie die anderen. sowohl die radfahrer die meinen regeln gelten prinzipiell überhaupt keine. is mir ja prinzipiell wurscht, aber wer nachts bei regen ohne licht rumradelt ist einfach selber schuld

wenn er dastessen wird. oder ne fahrende kolonne rechts überholen ist auch furchtbar intelligent. darwin lässt grüßen.

und andererseits die autofahrer, die radwege missachten, beim abbiegen ned schauen, keinen abstand halten usw. - ich kann die vorwürfe ja oft ned nachvollziehen weil ich sowas ned mache, und auch ned radfahre, aber hab da auch schon dinge beobachtet da greifst dir am kopf.

erinnert mich ein bisschen an die alte diskussion drängler vs. linksfahrer. können sich echt die hand geben.

natürlich werden ghostbikes entfernt. wenn ein fußgänger oder ein autofahrer getötet wird und jemand will auf dem gehsteig (!) ein mahnmal aufstellen, wird das auch entfernt werden. egal ob fahrrad, kreuz, auto, gedenkstein.

UnXund
00
zu der ewigen licht sache

autofahrer solltens wissen: das einzige was an nem radfahrer wirklich leuchtet sind die rückstrahler. und zwar am meisten die pedalstrahler. kommt mir zumindest so vor wenn ich im auto sitz. ob da noch 3 leuchtdioden unterm sitz (oder im besseren fall am rücken) dran sind die blinken juckt mich da nimmer. die reflektoren sind viel heller. isja logisch.
die lichter sind für fußgänger. die strahlen nämlich nicht.
zumindest nicht alle...

anna b
00

hinten ist es auch nicht so gefährlich, wenn man ein schlechteres licht hat (deshalb schreibt die fahrradverordnung auch weniger lichtstärke vor). einfach deshalb, weil die reflektoren vom auto angestrahlt werden. wenn jemand vorne kein gutes oder kein licht hat, ist das viel gefährlicher. auch wenn man das auf den ersten blick vllt. nicht glauben möchte.

Parkschwein
00

naja, hinten ist auch schlecht, weil fahrräder, die hinten kein licht haben, recht oft auch verdreckte reflektoren gerade mal an den pedalen haben. aber vorne ist nat. gefährlicher, weil da "auf kollisionskurs" einfach die geschwindigkeitsdifferenz zw. radfahrer und auto größer ist.

Parkschwein
01

das stimmt einfach nicht, wenn einem ein radl entgegenkommt ist ein am rad befestigtes licht wesentlich besser sichtbar als die pedalstrahler. und auch von hinten ist ein rücklicht wesentlich besser sichtbar als die pedalstrahler. zumindest eins von den modernen, hat ja kaum noch wer die ungepufferten dynamograblichter drauf.
ein fußgänger kommt mir auch nicht mit nem 30er entgegen wenn ich links abbiegen will.

Laiseka
03
Nur hab ich das GEFÜHL,

dass trotz 2 sehr guter Lichter an meinem Rad und zig Reflektoren ich trotzdem ständig übersehen werde.
Ich denke, das ist ein generelles "Problem" von 2-spurigen Fahrzeugen: sie sind einfach zu "schmal" um ihn die Wahrnehmung von Autofahrern zu passen... .

widiwutsch
01
Fahrräder sind:

einspurig und
zweiachsig.

Autos sind:
zweispurig und
zweiachsig.

Laiseka
00
Ja,

meinte ich eh...sorry :(

widiwutsch
00
Sorry, mit mir ist wiedermal

der Klugsch**er durchgegangen, nix für ungut.

widiwutsch
00
OK, zugegeben, ein heißes Teil, kannte ich nicht.

Aber ein wirklich netter Werbeclip.

Parkschwein
01

habe nicht behauptet dass autofahrer generell alles richtig machen.

UnXund
34
am besten

sind die autos die mich in der 30gerzone vor der roten ampel überholen. und das auf ner abschüssigen straße.
mein tgl. weg ins büro.
wenn mich ein auto beim abwärtsfahren in ner 30gerzone überholt, is das ne geschwindigkeitsübertreung.nur damits als erster bei der roten ampel stehn.
auch beliebt: zur tankstelle einbiegen, über den radweg, ohne zu schaun, ohne zu bremsen "wenn ihr radfahrer auch immer so schnell fahrst.."
am allerbesten: auto überholt auto, fährt auf der gegenspur, da fahr ich auf meinem rad, ganz knapp nicht niedergfahren: "dann fahrens halt weiter rechts".
super auch: parken am radweg. klar, wo auto sich eingeparkt hat war ja auch kein rad da, also genug platz.
die fußgänger die, wie üblich am radweg gehen, weichen eh aus

rote Lola
00

mich, am rad, mit quietschenden reifen in der kettenbrückengasse überholend, mit einem sicherheitsabstand von ca 3 centimetern, um dann, den vorang der schönbrunnerstraße misachtend, einen linienbus zu rammen. ich seh`s nicht ein...

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