Nimmersatte Lindsey Vonn

2. März 2009, 15:58
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Trotz überlegener Weltcup-Führung gibt die US-Amerikanerin weiter Vollgas: "Ich liebe es zu attackieren und zu gewinnen"

Bansko - Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ist nach dem Ski-Weltcup-Wochenende in Bulgarien der neuerliche Sieg in der Gesamtwertung kaum mehr zu nehmen. Sechs Bewerbe vor Schluss liegt die Titelverteidigerin aus den USA bereits 391 Punkte vor ihrer ersten Verfolgerin Maria Riesch. Dennoch will die 24-Jährige auch in den zwei verbleibenden Weltcup-Stationen Ofterschwang und Aare weiter voll auf Angriff fahren.

"Es schaut wirklich gut aus, ich habe fast 400 Punkte Vorsprung. Aber das ist für mich kein Grund, nur mehr auf Verwalten des Guthabens zu fahren. Ich liebe es zu attackieren und zu gewinnen", versicherte Vonn, die sich auch von einer bei ihrer WM-Gold-Party erlittenen Daumenverletzung nicht aus der Erfolgsspur bringen ließ. Ihr Sieg am Sonntag im Super-G war der 20. im Weltcup und der bereits siebente im laufenden Winter.

Dass die langjährige Weltcup-Dominatorin Janica Kostelic einmal mehr das Niveau im Damen-Weltcup infrage gestellt haben soll, konnte Vonn nicht nachvollziehen. "Da stimme ich ihr nicht zu. Nach ihrem Rücktritt ist das Niveau nicht schlechter geworden, es gibt zahlreiche sehr gute Skifahrerinnen." Eine davon ist zum Beispiel Fabienne Suter, die in Bansko die Ränge 1 (Abfahrt am Freitag), 3 (Abfahrt am Samstag) und 2 (Super-G am Sonntag) erreicht hat.

"Dieses Wochenende war einfach traumhaft, das hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen", jubelte Suter, die vor dem letzten Saisonrennen im Super-G-Weltcup 15 Punkte vor Vonn und 40 vor Nadia Fanchini (ITA) führt.

Österreichs Beste in Bansko war eindeutig Andrea Fischbacher, die in der Samstag-Abfahrt sogar für einen rot-weiß-roten Erfolg gesorgt hat. Nun will die Salzburgerin hinter der bereits gekürten Siegerin Vonn Rang zwei im Abfahrts-Weltcup erobern. "Die Beine sind noch nicht müde, ich fühle mich fit und gut in Form", versicherte Fischbacher, die derzeit in der Abfahrtswertung zehn Punkte hinter der Zweiten Dominique Gisin (SUI) liegt.

Mit Super-G-Rang neun zum ersten Mal in ihrer Karriere in die Top Ten eines Weltcup-Rennens geschafft hat es Regina Mader. "Das ist sensationell. Ich bin sehr glücklich und hoffe, dass mir damit der Knopf aufgegangen ist", erklärte die Tirolerin. (APA)

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    Guthaben-Verwalten kommt für Lindsey Vonn nicht in Frage.

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