Zwei Buben beinahe von Unbekannten entführt

2. März 2009, 15:29
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Ereignisse passierten unabhängig voneinander in zwei Bezirken - Passanten kamen den Kindern zuhilfe - Polizei bittet um Hinweise

Wien - Unbekannte Männer haben vergangenen Freitag versucht, zwei neunjährige Buben in Wien zu entführen bzw. gegen ihren Willen mitzunehmen. Die beiden Kinder waren alleine und getrennt unterwegs, die Vorfälle ereigneten sich in den Bezirken Innere Stadt und Alsergrund, teilte die Polizei am Montag mit. Passanten bzw. Pkw-Lenker kamen den Neunjährigen zu Hilfe und schlugen die Männer in die Flucht. Die Eltern erstatteten Anzeige.

Am Concordiaplatz in der Innenstadt sollen zwei Männer gegen 15.00 Uhr versucht haben einen der Neunjährigen in ihren Pkw zu zerren. Der Fahrer stieg aus und wollte das Kind in den Wagen zwingen, so die Polizei. Ein vorbeikommender Autofahrer kam dem Bub zu Hilfe, nach einem Handgemenge flüchteten die Verdächtigen unerkannt.

Von Unbekanntem angesprochen

Drei Stunden zuvor ereignete sich in der Müllnergasse ein ähnlicher Zwischenfall. Ein gleichaltriger Bub wurde am Heimweg von einem Unbekannten angesprochen und an der Hand genommen. Der Neunjährige alarmierte durch Hilferufe zwei Passanten, die den davonlaufenden Mann verfolgten. Ob es sich in beiden Fällen um die gleichen Täter handeln könnte, steht bisher noch nicht fest. Ein Kind konnte die Männer gar nicht beschreiben, so die Polizei. Die Exekutive ermittelt wegen versuchter Freiheitsentziehung, die Neunjährigen müssen noch einmal einvernommen werden.

Die Polizei sucht nach Zeugen aber vor allem nach dem Pkw-Lenker sowie den beiden Passanten, die den Buben geholfen haben. Alle Drei haben sich bisher nicht bei der Exekutive gemeldet. Hinweise werden vom Landeskriminalamt unter der Wiener Telefonnummer 31310-33300 (Gruppe Schneider) bzw. unter 31310-33800 (Journaldienst) entgegengenommen.

Kinder sollten sich niemals von Fremden ansprechen lassen, mahnte die Polizei in ihrer Aussendung. Das gelte auch für Hilfsbedürftige oder unbekannte Personen mit vermeintlichen Botschaften der Eltern. Schulwege sollten ohne Umwege und am besten in Gruppen zurückgelegt werden. (APA)

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