Tibet-Engagement Grund für verbotene Oasis-Konzerte

3. März 2009, 12:21
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Band sieht Noel Gallaghers Auftritt bei Tibet-Benefiz als Ursache - chinesischer Veranstalter hingegen spricht von Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Shanghai - Die chinesische Regierung hat zwei Konzerte der britischen Rockband Oasis in China offenbar wegen des Engagements von Gitarrist Noel Gallagher für Tibet verboten. Das chinesische Kulturministerium habe herausgefunden, dass Gallagher an einem Tibet-Benefizkonzert teilgenommen habe, teilte die Gruppe am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Daraufhin sei offenbar entschieden worden, dass Oasis nicht in China spielen dürfen. Ein Sprecher der Veranstalter gab hingegen an, die Auftritte der Band seien wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise abgesagt worden. Das Kulturministerium in Peking war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Oasis wurde die Band am Samstag von den chinesischen Behörden darüber unterrichtet, dass der Kartenverkauf für die beiden Konzerte in Peking und Shanghai gestoppt wurde. Zudem wurde den Briten die Auftrittserlaubnis entzogen. Die beiden Konzerte der Gruppe in China sollten am 3. und 5. April stattfinden.

Im März jähren sich zum 50. Mal die blutige Niederschlagung des tibetischen Volksaufstands durch die chinesischen Kommunisten und die Flucht des Dalai Lama nach Indien. Die chinesischen Behörden haben die Kontrolle über Popkonzerte und ähnliche Veranstaltungen wieder verstärkt, seit die isländische Sängerin Björk im vergangenen Jahr gegen Ende ihres Konzerts in Shanghai "Tibet!" rief. (APA/AP/red)

 

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    Ist Noel Gallagher China zu gefährlich?

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