Kampf dem Doping durch Wachstumshormone

2. März 2009, 13:55
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US-Forschungslabor entwickelt Verfahren für einfache Urintests statt aufwändiger Blutanalysen

Fairfax/Viriginia - Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) will ein Forschungslabor in Virginia finanziell unterstützen, das ein Test-Verfahren zur Aufspürung des Missbrauchs mit dem Wachstumshormon (hGH) auf der Basis von Urinproben entwickelt. Forscher von "Ceres Nanosciences" können dabei auf eine Technologie zurückgreifen, die an der George-Mason-Universität in Fairfax entwickelt wurde.

Das im Sport als Dopingmittel klassifizierte und damit verbotene Wachstumshormon kann bisher nur durch aufwändige und sehr teure Bluttests nachgewiesen werden. Urinproben wären deutlich billiger. Allerdings werden nur 0,1 Prozent des Wachstumshormons mit dem Urin ausgeschieden. Aus Sicht der Forscher ist dies zu wenig, um künstlich zugeführtes hGH mit absoluter Zuverlässigkeit nachzuweisen.

Bluttests auf hGH nach der Methode des Berliner Wissenschaftlers Christian Strasburger werden vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) seit 2004 (Sommerspiele in Athen) bzw. 2006 (Winterspiele in Turin) angewendet. Das Ceres-Labor will nach einer halbjährigen Studienphase entscheiden, in welche Richtung die Forschungen vorangetrieben werden. (APA/dpa)

 

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