Raiffeisen: Ukraine-Tochter erhält Kapitalspritze

2. März 2009, 13:13
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127 Millionen Euro als "nachrangiges Darlehen" mit zehn Jahren Laufzeit

Wien/Kiew  - Die VAT Raiffeisen Bank Aval, Ukraine-Tochter von Raiffeisen International (RI), bekommt von der RI-Mutter Raiffeisen Zentralbank (RZB) eine Kapitalspritze von 160 Mio. US-Dollar (126,5 Mio. Euro). Damit kommt Raiffeisen einer Forderung der ukrainischen Notenbank nach, die auf Basis sogenannter "Stress-Tests" bei den 17 größten Banken des Landes einen zusätzlichen Eigenmittelbedarf von insgesamt 2,5 Mrd. Dollar festgestellt hat.

Die nachrangige Kreditlinie in Höhe von 160 Mio. Dollar über zehn Jahre sei als Teil des Eigenkapitals zu werten, der nicht auf Dauer zur Verfügung stehe (Tier-2-Kapital), erklärte RI-Sprecher Michael Palzer der APA. Die Kapitalquote der Bank Aval steige damit auf knapp 13 Prozent. Die Kapitalspritze für die zweitgrößte Bank der Ukraine falle sehr moderat aus, "weil wir schon gut kapitalisiert sind", sagte Palzer.

Die VAT Raiffeisen Bank Aval gehört zu knapp 96 Prozent der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die RZB hält mehr als zwei Drittel der RI-Aktien. (APA)

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